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Der Wahrheit auf der Spur: Sind violette Augen echt oder Illusion?

Feb 06,2026 | de.coleyes

Violette Augen gehören zu den faszinierendsten und seltensten Augenfarben der Welt. Weniger als 1% der Weltbevölkerung soll diese außergewöhnliche Färbung besitzen. Haben Sie sich jemals gefragt, ob diese fast mystisch anmutende Augenfarbe tatsächlich existiert oder ob es sich nur um eine optische Täuschung handelt?

Obwohl echte violette Augen in der Popkultur und Fantasy-Literatur häufig vorkommen, ist die Realität komplexer. Wahrhaft violette Augen existieren nicht als gewöhnliches genetisches Merkmal. Jedoch können Menschen mit Albinismus oder bestimmten genetischen Variationen dauerhaft violett oder lavendelfarbene Augen haben. Im Gegensatz dazu können rote und blaue Augen durch bestimmte Beleuchtung oder Make-up violett erscheinen. Diese seltene Augenfarbe kann manchmal auch durch Sonnenschäden entstehen.

In diesem Artikel untersuchen wir die Wissenschaft hinter seltenen Augenfarben, klären Mythen auf und zeigen Ihnen, wie Sie – falls gewünscht – selbst den Eindruck violetter Augen erzeugen können.

Wie entsteht Augenfarbe biologisch?

Die menschliche Augenfarbe fasziniert durch ihre Vielfalt, von tiefem Braun über leuchtendes Grün bis hin zu strahlendem Blau. Doch was bestimmt eigentlich, welche Farbe unsere Augen haben? Um das Phänomen seltener Augenfarben wie violette Augen zu verstehen, müssen wir zunächst die biologischen Grundlagen erforschen.

Melaninverteilung in der Iris

Die Augenfarbe wird hauptsächlich durch ein Pigment namens Melanin bestimmt – derselbe Farbstoff, der auch für unsere Haut- und Haarfarbe verantwortlich ist. Melanin hat stets eine bräunliche Färbung und wird von speziellen Zellen, den Melanozyten, in der Iris produziert. Die Iris besteht aus mehreren Schichten, wobei das sogenannte Stroma iridis (Eigenschicht) entscheidend für die Farbgebung ist.

Es gibt zwei Haupttypen von Melanin, die unsere Augenfarbe beeinflussen:

  • Eumelanin: Verantwortlich für dunkle Braun- und Schwarztöne
  • Phäomelanin: Erzeugt rötliche und gelbliche Färbungen

Je mehr Melanin sich in der Iris befindet, desto dunkler erscheinen die Augen. Menschen mit braunen Augen haben eine hohe Melanindichte in den vorderen Schichten der Iris. Daher absorbiert ihre Iris den größten Teil des einfallenden Lichts. Bei hellen Augen hingegen ist die Melaninmenge deutlich geringer.

Genetische Faktoren und Vererbung

Früher dachte man, die Vererbung der Augenfarbe folge einem einfachen Muster: Braun sei dominant, Blau rezessiv. Allerdings wissen wir heute, dass die Realität weitaus komplexer ist. Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass mehr als 16 Gene an der Bestimmung unserer Augenfarbe beteiligt sind.

Besonders wichtig sind dabei zwei Gene:

  1. Das OCA2-Gen spielt eine zentrale Rolle, da es für die Produktion des P-Proteins verantwortlich ist, das bei der Bildung von Melanin hilft. Variationen dieses Gens beeinflussen die Melaninmenge in der Iris.

  2. Das HERC2-Gen kann die Melaninproduktion im OCA2-Gen blockieren, was häufig zu blauen Augen führt. Fehlt diese Blockierung, wird mehr Melanin produziert, was zu braunen Augen führt.

Die Dominanzreihenfolge bei der Vererbung ist: Braun > Grün > Blau > Grau. Dennoch können zwei Eltern mit braunen Augen durchaus ein Kind mit blauen Augen bekommen, wenn beide entsprechende rezessive Gene tragen.

Rayleigh-Streuung erklärt

Erstaunlicherweise gibt es in blauen oder grünen Augen keinen blauen oder grünen Farbstoff. Die Farbe entsteht durch ein physikalisches Phänomen namens Rayleigh-Streuung – denselben Effekt, der auch den Himmel blau erscheinen lässt.

Die Rayleigh-Streuung tritt auf, wenn Licht auf Teilchen trifft, die kleiner sind als die Wellenlänge des Lichts selbst. Dabei werden kürzere Wellenlängen (blau und violett) stärker gestreut als längere Wellenlängen (rot). Bei Menschen mit wenig Melanin in der Iris wird einfallendes Licht im Stroma gestreut, wodurch blaues Licht reflektiert wird, während andere Farben absorbiert werden.

Bei der Rayleigh-Streuung gilt: Die Intensität der Streuung ist umgekehrt proportional zur vierten Potenz der Wellenlänge. Da blaues Licht (Wellenlänge ca. 450 nm) kürzere Wellen hat als rotes Licht (ca. 650 nm), wird es deutlich stärker gestreut.

Viele Babys kommen mit blauen Augen zur Welt, weil sie noch kaum Melanin in der Iris haben. Mit zunehmendem Alter entwickeln die Melanozyten ihre volle Funktion, wodurch die endgültige Augenfarbe erst nach einigen Monaten oder sogar Jahren sichtbar wird.

Echte violette Augen entstehen nicht durch ein spezielles Pigment, sondern durch besondere Kombinationen von Melaninverteilung und Lichtbrechung – ein Grund, warum sie so außergewöhnlich selten sind.

Sind violette Augen eine genetische Mutation?

Während Märchen und Fantasy-Literatur oft von Menschen mit magischen violetten Augen berichten, stellt sich die Frage: Existiert tatsächlich eine genetische Mutation, die natürliche violette Augen hervorbringt?

Mutation violette Augen: Gibt es sie?

Die Antwort ist komplizierter als ein einfaches Ja oder Nein. Anders als bei blauen, grünen oder braunen Augen gibt es keine spezifische genetische Mutation, die direkt zu einer violetten Iris führt. Natürliche violette Augen entstehen nicht durch ein spezielles violettes Pigment, sondern durch besondere Kombinationen von Melaninmangel und Lichtbrechung.

Violette Augen gelten als die seltenste natürliche Augenfarbe überhaupt. Weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt diese außergewöhnliche Färbung. Diese extreme Seltenheit hat dazu geführt, dass violette Augen von zahlreichen Mythen umrankt sind und oft fälschlicherweise als vollständige Fiktion abgetan werden.

Dennoch können unter bestimmten Umständen Augen tatsächlich einen violetten Farbton annehmen – allerdings nicht durch eine einzelne spezifische Mutation, sondern meist durch eine komplexe genetische Bedingung, die die Pigmentierung grundlegend beeinflusst.

Albinismus als Ursache für violette Iris

Die häufigste Ursache für natürlich violette Augen ist Albinismus – eine genetisch bedingte Pigmentierungsstörung. Menschen mit Albinismus leiden unter verschiedenen Gendefekten, die zu einer gestörten Melanin-Synthese führen. Dies resultiert typischerweise in:

  • Sehr heller bis weißer Hautfarbe
  • Sehr hellen Haaren
  • Sehr wenig bis gar keinem Melanin in den Augen

Bei Personen mit Albinismus kann die Iris hellblau, rot oder in einigen Fällen violett erscheinen. Der Albinismus tritt bei etwa einem von 20.000 Menschen auf – eine Seltenheit, die erklärt, warum violette Augen so außergewöhnlich sind.

Ein verbreiteter Irrglaube besagt, dass alle Menschen mit Albinismus rote Augen haben. Dies ist jedoch falsch und hängt vom individuellen Melanin-Anteil in der Iris ab. Nach Angaben der Nationalen Organisation für Albinismus und Hypopigmentierung haben die meisten Menschen mit Albinismus tatsächlich blaue Augen, einige sogar haselnussbraune oder braune Augen.

Der faszinierende physikalische Prozess hinter violetten Augen funktioniert folgendermaßen: Wenn gar kein Melanin in der Iris vorhanden ist, erscheinen die Augen rot, weil das Licht direkt von den Blutgefäßen des Auges reflektiert wird. Ist hingegen eine geringe Menge Melanin vorhanden – allerdings nicht genug, um eine vollständig blaue Farbe zu erzeugen – verbinden sich die roten Reflexionen mit dem leichten Blauton und erzeugen dadurch eine hellviolette bis violette Augenfarbe.

Andere seltene genetische Varianten

Neben Albinismus gibt es weitere seltene genetische Bedingungen, die ungewöhnliche Augenfarben hervorbringen können:

Heterochromie bezeichnet das Phänomen, dass Menschen zwei unterschiedliche Augenfarben haben. Diese genetische Besonderheit betrifft etwa 1% der Weltbevölkerung. In extrem seltenen Fällen kann eine der Iriden einen violetten Farbton aufweisen, besonders wenn die Person gleichzeitig eine milde Form des Albinismus hat.

Alexandria's Genesis – eine angebliche Mutation, die zu violetten Augen führen soll – ist hingegen ein moderner Mythos ohne wissenschaftliche Grundlage. Diese fiktive Mutation tauchte erstmals in Fanfiction auf und wurde später fälschlicherweise als reale genetische Bedingung dargestellt.

Darüber hinaus können bestimmte Formen von Augenerkrankungen oder -verletzungen die Struktur der Iris so verändern, dass sie unter bestimmten Lichtbedingungen violett erscheint. Diese Fälle sind jedoch medizinische Anomalien und keine genetischen Merkmale im herkömmlichen Sinne.

Unabhängig vom genauen Ursprung bleibt die violette Augenfarbe eines der seltensten natürlichen Phänomene – ein faszinierender Schnittpunkt zwischen Genetik, Physik und unserer menschlichen Faszination für das Außergewöhnliche.

Illusion oder Realität: Was sehen wir wirklich?

Haben Sie schon einmal bemerkt, wie die Augen einer Person je nach Umgebung ihre Farbe zu ändern scheinen? Was wir als violette Augen wahrnehmen, ist häufig eine faszinierende Mischung aus optischen Effekten und nicht zwangsläufig eine genetische Realität.

Lichtreflexion und Fotografieeffekte

Die Wahrnehmung der Augenfarbe wird stark durch Lichtbedingungen beeinflusst. Das Zusammenspiel von Licht mit den mehrschichtigen Strukturen der Iris unterliegt physikalischen Prinzipien wie Reflexion und Streuung. Direktes Sonnenlicht dringt tiefer in diese Strukturen ein, wodurch Details und Farbabstufungen stärker hervortreten. Bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen können daher selbst feinste Unterschiede sichtbar werden, die bei diffusem Licht kaum erkennbar wären.

Tatsächlich können blaue Augen unter bestimmten Lichtbedingungen deutlich besser sehen als braune. Eine Studie mit 40 Teilnehmenden zeigte, dass Menschen mit blauen Augen bereits bei 0,7 Lux etwas erkennen können, während Menschen mit braunen Augen erst bei 0,82 Lux etwas wahrnehmen. Allerdings werden helläugige Menschen von gleißendem Licht auch schneller geblendet.

Fotografen nutzen diese physikalischen Effekte gezielt, um Augen zum Leuchten zu bringen und eine besondere Stimmung zu erzeugen. In der digitalen Welt gibt es zudem spezielle Filter und KI-gestützte Apps, die die Augenfarbe in Fotos oder Videos sofort in Lila umwandeln können.

Make-up und Kleidung als Einflussfaktoren

Make-up hat einen erstaunlich starken Einfluss darauf, wie wir von anderen wahrgenommen werden. Laut Experten wird Make-up oft genutzt, um weibliche Attribute wie große Augen zu verstärken, was biologisch gesehen als Zeichen von Jugendlichkeit und unbewusst mit Attraktivität assoziiert wird.

Die Farbe unserer Kleidung kann ebenfalls die wahrgenommene Augenfarbe verstärken oder dämpfen. Besonders bei der berühmten Schauspielerin Elizabeth Taylor wurden die Augen oft als violett beschrieben, obwohl dies hauptsächlich eine Illusion war. Je nach Make-up, Outfit und Lichteinstellung wirkten ihre Augen von dunkelblau bis lila.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: "Hebt man die Attribute, die man ohnehin schon hat, mit Make-up hervor, funktioniert das meist sehr gut", erklärt der Experte Lobmaier. Bei bunt geschminkten Augen hingegen wissen wir, dass sie durch die Farbe sichtbar gemacht wurden. Dadurch können blaue oder graue Augen mit entsprechendem Make-up durchaus einen violetten Schimmer bekommen.

Warum blaue Augen manchmal lila wirken

Der physikalische Grund, warum besonders blaue Augen manchmal violett erscheinen können, liegt in der Rayleigh-Streuung. Da blaue Augen keinen blauen Farbstoff enthalten, sondern ihre Farbe durch Lichtstreuung entsteht, kann sich diese Wahrnehmung je nach Umgebungslicht verändern.

Daneben spielen Emotionen eine Rolle: Pupillenveränderungen können Augen heller oder dunkler wirken lassen. Auch jahreszeiten- oder tageszeitabhängige Lichtverhältnisse beeinflussen die Wahrnehmung – grünliche Augen zeigen im Sommer oft feine goldene Reflexe, während blaue Augen durch helles Licht klarer und strahlender erscheinen.

Wissenschaftlich betrachtet hängt die violette Erscheinung blauer Augen hauptsächlich mit dem Zusammenspiel von:

  • Geringer Melaninmenge in der Iris
  • Spezifischer Lichteinfall und Reflexion
  • Umgebungsfarben (Kleidung, Schminke)
  • Fotografischen Effekten oder digitalen Filtern

Möchten Sie selbst violette Augen haben? Ohne genetische Mutation ist dies durch das Tragen farbiger Kontaktlinsen oder die Verwendung digitaler Filter möglich. Plattformen wie a1.art bieten sogar kostenlose Online-Tools für lila Augenfilter an.

Fiktion trifft Wissenschaft: Mythen im Faktencheck

In Legenden und Mythen haben violette Augen immer schon eine besondere Faszination ausgeübt. Doch welche Geschichten halten einer wissenschaftlichen Überprüfung stand, und wo beginnt die Fiktion?

Alexandria's Genesis – Ursprung und Widerlegung

Alexandria's Genesis ist ein Internet-Mythos über "perfekte Menschen" mit violetten Augen, der seit mindestens 2005 im Netz kursiert. Laut dieser fiktiven Geschichte würden betroffene Personen bei der Pubertät violette Augen entwickeln und zahlreiche positive genetische Eigenschaften aufweisen.

Allerdings stammt Alexandria's Genesis ursprünglich von einer kreativen Autorin namens Cameron Aubernon, die diese "Krankheit" für eine animierte Fernsehserie namens "Daria" erfand. Der Mythos erzählt von einem englischen Mädchen namens Alexandria Augustine, dessen Augen um 1329 von blau zu violett wechselten. Obwohl Aubernon später klarstellte, dass diese Erkrankung genauso fiktiv sei wie ihre Geschichte, hält sich der Mythos hartnäckig.

Tatsächlich existiert Alexandria's Genesis nicht als reale medizinische Erkrankung. Dennoch behaupten manche Menschen immer noch, diese Erkrankung zu haben oder Personen zu kennen, die davon betroffen sind.

Elizabeth Taylor: Violette Augen oder cleveres Styling?

Die Hollywood-Ikone Elizabeth Taylor wurde berühmt für ihre angeblich violetten Augen. Jedoch handelte es sich hierbei um einen geschickt vermarkteten Mythos. Elizabeth Taylor selbst erklärte in einem Interview, dass ihre Augen dunkelblau und nicht violett seien. Als ein Interviewer nachhakte, ob sie violett seien, lachte sie und meinte, das sei "die Idee eines romantischen Journalisten".

In Wirklichkeit besaß Taylor einen sehr spezifischen und seltenen Farbton von tiefem Blau mit einer extrem niedrigen Melaninkonzentration. Drei Faktoren verstärkten die "violette" Illusion:

  1. Ein dunkler Limbalring um ihre Iris erzeugte einen starken Kontrast
  2. Studiobeleuchtung und Garderobe (violetter Lidschatten oder Kleidung) beeinflussten die wahrgenommene Farbe
  3. Der "Rote-Augen-Effekt", der sich mit dem Blau vermischte, erzeugte einen violetten Farbton

Zusätzlich hatte Taylor eine äußerst seltene genetische Besonderheit: Distichiasis – eine zweite Reihe von Wimpern, die wie ein natürlicher Eyeliner wirkte und ihre Augen noch intensiver erscheinen ließ.

Violette Augen in Popkultur und Fantasy

In der Fantasyliteratur sind violette Augen hingegen ein beliebtes stilistisches Element. Besonders in George R.R. Martins "Das Lied von Eis und Feuer" (Game of Thrones) sind sie ein Erkennungsmerkmal des Hauses Targaryen. Diese seltene Augenfarbe wird dort als "violett, lila oder indigoblau" beschrieben und durch Inzest in der Blutlinie erhalten.

Darüber hinaus tauchen violette Augen in zahlreichen anderen Fantasy-Werken auf, darunter "The Witcher", "Stormlight Archive" und "Liveship Traders". In diesen Geschichten signalisieren sie oftmals, dass ein Charakter "besonders" ist – mit magischen Fähigkeiten oder nicht ganz menschlicher Abstammung.

Letztendlich zeigt uns der wissenschaftliche Faktencheck: Während natürlich vorkommende violette Augen extrem selten sind und meist mit Albinismus zusammenhängen, lebt die Faszination für diese besondere Augenfarbe in Kunst und Fiktion ungebrochen weiter.

So bekommst du violette Augen – ganz ohne Magie

Fasziniert von violetten Augen, aber nicht mit Albinismus geboren? Keine Sorge – heutzutage gibt es praktische Wege, um diesen besonderen Look zu erzielen.

Violette Kontaktlinsen für Alltag und Cosplay

Farbige Kontaktlinsen stellen die zugänglichste Lösung dar, um die Augenfarbe vorübergehend zu ändern. Für unterschiedliche Bedürfnisse gibt es verschiedene Typen:

  • Verstärkungslinsen: Intensivieren Ihre natürliche Augenfarbe und eignen sich besonders für Menschen mit hellen Augen.
  • Deckende Linsen: Bieten eine radikale Farbänderung durch dichte Pigmentierung – perfekt für dunkle Augen.

Violette Kontaktlinsen sind in zahlreichen Varianten erhältlich – von natürlich wirkenden Tönen bis hin zu auffälligen Cosplay-Designs mit besonderen Mustern. Die Preise bewegen sich zwischen €10,99 und €49,99. Besonders im K-Beauty-Bereich sind diese Farbtöne beliebt, um eine mystische oder romantische Aura zu schaffen.

Tipps für sicheres Tragen von Farblinsen

Zunächst sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, da farbige Kontaktlinsen medizinische Produkte sind. Beim täglichen Gebrauch gilt:

  • Maximale Tragezeit von 6-8 Stunden einhalten
  • Hände vor dem Umgang gründlich waschen
  • Ausschließlich spezielle Kontaktlinsenlösung verwenden (niemals Leitungswasser)
  • Kontakt mit Kosmetika vermeiden und Linsen vor dem Schminken einsetzen

Außerdem Linsen niemals beim Schlafen, Schwimmen oder in der Sauna tragen. Der Kontaktlinsenbehälter sollte alle drei Monate gewechselt werden.

Make-up-Techniken für violette Effekte

Alternativ können Sie mit geschicktem Make-up einen violetten Augeneffekt erzeugen. Hierbei helfen:

  • Strategisch platzierter Lidschatten in Violett-Tönen
  • Komplementärfarben, die Ihre natürliche Augenfarbe betonen
  • Lila Eyeliner, der besonders bei blauen und grünen Augen einen violetten Schimmer erzeugt

Tatsächlich kann selbst mit wenigen Produkten ein edler violetter Look kreiert werden. Ein lila Kajal oder Eyeliner reicht oft bereits aus, um einen subtilen Effekt zu erzielen.

Fazit

Violette Augen bleiben zweifellos eines der faszinierendsten Phänomene der menschlichen Genetik. Nach unserer Untersuchung steht fest: Echte violette Augen existieren tatsächlich, allerdings weitaus seltener, als viele vermuten. Diese außergewöhnliche Färbung entsteht hauptsächlich durch spezifische Formen des Albinismus oder ähnliche genetische Besonderheiten, bei denen das Zusammenspiel von geringem Melaningehalt und Lichtbrechung den violetten Farbton erzeugt.

Gleichzeitig haben wir gesehen, dass viele "violette Augen" eher optische Täuschungen darstellen. Lichteinfall, Kleidung, Make-up und sogar Fotografietechniken können blaue Augen violett erscheinen lassen. Besonders der Fall Elizabeth Taylor zeigt deutlich, wie Styling und geschickte Inszenierung zur Entstehung eines dauerhaften Mythos beitragen können.

Fiktive Geschichten wie Alexandria's Genesis haben die Faszination für violette Augen zusätzlich befeuert, obwohl sie wissenschaftlich unhaltbar sind. Dennoch müssen Sie nicht auf übernatürliche Kräfte hoffen, um selbst violette Augen zu bekommen. Farbige Kontaktlinsen oder geschicktes Make-up bieten praktische Alternativen für jeden, der diesen besonderen Look ausprobieren möchte.

Die Seltenheit echter violetter Augen macht sie umso besonderer. Während die Wissenschaft die physikalischen und genetischen Grundlagen erklärt hat, bleibt die Faszination für diese außergewöhnliche Augenfarbe ungebrochen – sowohl in der Realität als auch in der Fantasie.

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