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Augenfarben der Welt: So einzigartig ist die Verteilung in Deutschland

Jan 30,2026 | de.coleyes

Wussten Sie, dass 19% der Amerikaner sich wünschen, mit einer anderen Augenfarbe geboren zu sein? Die Augenfarbe Häufigkeit weltweit zeigt interessante Muster – tatsächlich haben etwa 80% der Weltbevölkerung braune Augen. Während blaue Augen mit etwa 10% deutlich seltener sind, gehören grüne Augen mit nur 2% zu den seltensten Augenfarben überhaupt.

In verschiedenen Ländern variiert diese Verteilung allerdings erheblich. In Usbekistan beispielsweise haben mehr als 90% der Bevölkerung braune Augen, während Island mit 74,5% den größten Anteil an blauäugigen Menschen aufweist. Wenn Sie Ihre Augenfarbe verändern möchten, sind Sie nicht allein – in den USA tragen über 45 Millionen Menschen Kontaktlinsen aus medizinischen oder kosmetischen Gründen. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Verteilung der Augenfarben in Deutschland im Vergleich zur weltweiten Verteilung sowie die Entstehung und Besonderheiten verschiedener Augenfarben.

Welche Augenfarben gibt es weltweit?

Die Farbpalette der menschlichen Augen zeigt weltweit eine faszinierende Vielfalt, wobei einige Farben deutlich häufiger vorkommen als andere. Die Augenfarbe selbst wird durch Pigmente in der Eigenschicht (Stroma) der Regenbogenhaut bestimmt.

Braun, Blau, Grün – die häufigsten Farben

Braune Augen dominieren das globale Bild eindeutig. Zwischen 55% und 79% der Weltbevölkerung haben braune Augen, wobei einige Quellen sogar von etwa 90% sprechen. Diese dunkle Färbung entsteht durch eine hohe Konzentration des Pigments Melanin in der Iris. In Regionen mit starker Sonneneinstrahlung bietet diese Pigmentierung einen natürlichen Schutz vor UV-Strahlung.

Blaue Augen, die bei etwa 8% bis 10% der Weltbevölkerung vorkommen, sind besonders in Nordeuropa verbreitet. In einigen Ländern wie Island haben sogar 74,5% der Bevölkerung blaue Augen. Interessanterweise entstehen blaue Augen nicht durch ein blaues Pigment, sondern durch die Lichtstreuung in einem weitgehend unpigmentierten Stroma. Diese Augenfarbe geht vermutlich auf eine genetische Mutation zurück, die vor etwa 6.000 bis 10.000 Jahren in Europa auftrat.

Grüne Augen zählen mit nur etwa 2% Verbreitung in der Weltbevölkerung zu den seltensten der häufigen Augenfarben. Allerdings gibt es regionale Unterschiede – in Edinburgh (Schottland) haben beispielsweise 29% der Einwohner grüne Augen. Diese Farbe entsteht durch das Zusammenwirken von wenig Pigment und der blauen Strukturfarbe.

Seltene Farben: Grau, Bernstein, Violett

Graue Augen wurden früher oft mit blauen Augen verwechselt, gelten jedoch als eigenständige Farbe. Sie entstehen durch eine sehr niedrige Melaninkonzentration und eine spezifische Stromazusammensetzung mit höherem Kollagenanteil, was dem Auge ein silbriges Aussehen verleiht. Mit weniger als 1% der Weltbevölkerung zählen graue Augen zu den seltensten natürlichen Augenfarben.

Bernsteinfarbene Augen (Amber) zeichnen sich durch einen goldenen bis kupferfarbenen Ton aus. Diese Farbe entsteht durch eine spezielle Kombination aus dem gelblichen Pigment Lipochrom und einer geringen Menge Melanin. Sie können leicht mit haselnussbraunen Augen verwechselt werden, haben jedoch meist einen durchgehenden Farbton.

Die vermutlich seltensten Augenfarben sind Rot und Violett. Diese entstehen durch einen besonders geringen Melaninanteil, wie er bei Menschen mit Albinismus vorkommt. Da nur etwa 1 von 20.000 Menschen von Albinismus betroffen ist, sind rote und violette Augen äußerst selten – weniger als 1% der Weltbevölkerung hat diese außergewöhnliche Augenfarbe.

Was ist die gelbe Augenfarbe (Iris)?

Die gelbe oder bernsteinfarbene Augenfarbe ist eine der faszinierendsten Varianten. Diese seltene Farbe zeigt einen warmen, goldenen bis kupferfarbenen Ton und entsteht durch das Vorhandensein von Lipochrom (einem gelblichen Pigment) in Verbindung mit einer geringen Menge braunen Melanins.

Interessanterweise ist diese Farbvariante im Tierreich (bei Wölfen, Katzen und Raubvögeln) relativ häufig, beim Menschen jedoch äußerst selten. Bernsteinfarbene Augen sind typischerweise bei Menschen mit spanischer, asiatischer, südamerikanischer oder südafrikanischer Abstammung zu finden.

Anders als bei haselnussbraunen Augen, mit denen sie oft verwechselt werden, zeigen bernsteinfarbene Augen meist einen einheitlichen Farbton ohne braune, grüne oder orangefarbene Flecken. Diese goldene Tönung verleiht dem Auge einen besonderen Glanz, der besonders bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen faszinierend wirkt.

Augenfarbe Häufigkeit in Deutschland

In Deutschland zeigt die Verteilung der Augenfarben ein deutlich anderes Bild als im weltweiten Durchschnitt. Anders als global, wo braune Augen mit bis zu 90% dominieren, herrscht hierzulande eine bemerkenswerte Vielfalt vor.

Statistik: Welche Augenfarbe ist am häufigsten?

Die aussagekräftigste Untersuchung zur Augenfarben-Verteilung stammt von der Universität Saarland aus dem Jahr 2008. Bei dieser Studie wurden über 9.000 Deutsche befragt (27% männlich, 73% weiblich), was folgende Verteilung ergab:

Augenfarbe Anteil in %
Braun 31,07%
Blau 30,20%
Grün 18,36%
Grau 3,35%
Mischfarben 17,07%

Obwohl diese Erhebung bereits einige Jahre zurückliegt, spiegelt sie nach wie vor recht genau die heutige Augenfarben-Häufigkeit in Deutschland wider. Auffallend ist dabei, dass braune Augen mit knapp über 31% zwar die häufigste Farbe darstellen, der Unterschied zu blauen Augen mit etwa 30% jedoch minimal ausfällt.

Bemerkenswert ist zudem der hohe Anteil an Menschen mit grünen Augen (18,36%) sowie mit Mischfarben (17,07%). Diese Zahlen verdeutlichen, dass Deutschland zu den Ländern mit einer besonders bunten Augenfarben-Vielfalt gehört.

Regionale Unterschiede in Deutschland

Leider liegen für Deutschland kaum detaillierte Studien zu regionalen Unterschieden bei der Verteilung von Augenfarben vor. Allerdings gibt es allgemeine Beobachtungen zu einem charakteristischen Nord-Süd-Gefälle in Europa, das vermutlich auch innerhalb Deutschlands erkennbar ist.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Im Norden Deutschlands ist der Anteil blauer und grauer Augen tendenziell höher als im Süden, wo braune Augen häufiger auftreten. Dies entspricht dem typischen europäischen Verteilungsmuster, wonach im Süden braune und im Norden blaue Augen dominieren.

Da braune Augen genetisch dominant sind, ist anzunehmen, dass der Anteil blauer Augen in Deutschland zukünftig weiter abnehmen wird. Dies hängt unter anderem mit zunehmender Mobilität und Migration zusammen.

Vergleich mit anderen Ländern

Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland eine interessante Mittelposition ein. Laut einer Übersichtsarbeit von Forensic Science International leben in Deutschland und Frankreich die meisten Menschen mit sogenannten "intermediär gefärbten Augen" – also blaugrauen, grünen und braunschwarzen Augenfarben.

Während in Usbekistan über 90% der Bevölkerung braune Augen haben, liegt Island mit 74,5% an der Spitze der Länder mit blauäugigen Menschen. Estland übertrifft diesen Wert sogar noch: Hier haben 99% der Bevölkerung blaue Augen.

Im Vergleich dazu erscheint Deutschlands Augenfarben-Verteilung ausgewogen. Während global etwa 8-10% der Menschen blaue Augen haben, sind es in Deutschland rund 30%. Ähnlich verhält es sich bei grünen Augen, die weltweit nur bei etwa 2% der Menschen vorkommen, in Deutschland hingegen bei über 18%.

Diese Zahlen unterstreichen Deutschlands Position als Land mit außergewöhnlich vielfältiger Augenfarben-Verteilung. Während in anderen europäischen Ländern oft eine Farbe stark dominiert – sei es Blau im Norden oder Braun im Süden – zeigt Deutschland eine nahezu gleichmäßige Verteilung zwischen braunen und blauen Augen mit einem beträchtlichen Anteil an grünen Augen und Mischfarben.

Wie entsteht Augenfarbe?

Die faszinierende Farbvielfalt unserer Augen entsteht durch komplexe biologische Prozesse. Anders als bei Haarfarbe oder Hautton, bei denen meist nur die Pigmentmenge entscheidet, spielt bei der Augenfarbe zusätzlich die Lichtbrechung eine wichtige Rolle.

Rolle von Melanin und Pigmentierung

Der Hauptakteur bei der Entstehung der Augenfarbe ist das Pigment Melanin, dasselbe bräunliche Farbpigment, das ebenfalls für Haut- und Haarfarbe verantwortlich ist. Dieses Pigment wird in speziellen Zellen der Iris (Regenbogenhaut) produziert. Je nachdem, wie viel Melanin eingelagert wird, entsteht eine andere Augenfarbe:

  • Hoher Melaningehalt: Führt zu braunen oder schwarzen Augen
  • Mittlerer Melaningehalt: Erzeugt grüne oder haselnussbraune Augen
  • Niedriger Melaningehalt: Resultiert in blauen oder grauen Augen

Interessanterweise entsteht die blaue Farbe nicht durch ein blaues Pigment, sondern durch Lichtstreuung im weitgehend unpigmentierten Stroma der Iris. Dieses Phänomen ist vergleichbar mit dem, was den Himmel blau erscheinen lässt.

Neben seiner ästhetischen Funktion bietet Melanin einen wichtigen Schutz vor UV-Strahlung. Deshalb haben Menschen in sonnigeren Regionen durchschnittlich mehr Melanin und somit häufiger braune Augen, während in nördlichen Breitengraden hellere Augen vorherrschen. Bei weniger Sonnenlicht ermöglichen hellere Augen mehr Lichtdurchlässigkeit, was für die Vitamin-D-Produktion vorteilhaft sein kann.

Genetische Vererbung und Einflussfaktoren

Die Vererbung der Augenfarbe ist deutlich komplexer als früher angenommen. Das veraltete Davenport-Modell von 1907 ging von einem einzigen Gen aus, bei dem braun dominant über blau sei. Heute wissen wir, dass mindestens 16 verschiedene Gene an der Bestimmung der Augenfarbe beteiligt sind.

Zu den wichtigsten gehören:

  • OCA2-Gen: Bestimmt bis zu 74% der Augenfarben-Variation
  • HERC2-Gen: Kann die Melaninproduktion im OCA2-Gen blockieren
  • Bey2 und Gey: Kontrollieren braune, grüne und blaue Farbtöne

Die Augenfarbe wird polygenetisch vererbt. Das bedeutet, jeder Mensch trägt Gene für verschiedene potenzielle Augenfarben in sich. In der Dominanz-Rangfolge steht braun meist an erster Stelle, gefolgt von grün, dann blau und grau. Dadurch können zwei braunäugige Eltern durchaus ein Kind mit blauen Augen bekommen, wenn beide entsprechende rezessive Gene tragen.

Warum sich Augenfarben im Laufe des Lebens ändern können

Die Tatsache, dass viele hellhäutige Babys mit blauen Augen geboren werden, liegt daran, dass die Melaninproduktion bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt ist. In den ersten Lebensmonaten haben diese Babys wenig Melanin in der Iris, wodurch das einfallende Licht hauptsächlich blau reflektiert wird.

Erst im Laufe des ersten bis zweiten Lebensjahres stabilisiert sich die endgültige Augenfarbe. Bei manchen Menschen kann sie sich jedoch weiter verändern. Eine überraschende Entdeckung der Louisville-Zwillingsstudie von 1997 zeigte, dass sich bei 10 bis 15% der hellhäutigen Menschen die Augenfarbe innerhalb von sechs bis neun Jahren um zwei oder mehr Farbstufen veränderte.

Darüber hinaus können folgende Faktoren zu Augenfarbenveränderungen führen:

  • Altersbedingte Prozesse: Melaningehalt und Irisstruktur können sich im Alter verändern
  • Hormonelle Veränderungen: Beeinflussen manchmal die Pigmentierung
  • Sonneneinstrahlung: Kontinuierliche UV-Exposition kann mehr Melaninbildung anregen

In seltenen Fällen können plötzliche Augenfarbenveränderungen im Erwachsenenalter jedoch auf Erkrankungen wie das Horner-Syndrom, Fuchs Heterochrome Iridozyklitis oder Glaukom hinweisen.

Besondere Augenfarben und Mischformen

Neben den klassischen Augenfarben gibt es noch faszinierendere Variationen – darunter unterschiedlich gefärbte Augen bei einer Person oder spezielle Mischformen. Diese besonderen Farbvarianten machen die menschliche Iris zu einem einzigartigen biometrischen Merkmal.

Was ist Heterochromie?

Heterochromie bezeichnet das Phänomen, bei dem ein Mensch unterschiedliche Augenfarben besitzt. Diese seltene Erscheinung betrifft lediglich etwa 1% der Weltbevölkerung. Bei der vollständigen Heterochromie (Heterochromia iridis) haben beide Augen komplett verschiedene Farben – zum Beispiel ein blaues und ein grünes Auge. Noch seltener als diese Form ist die sektorielle Heterochromie, bei der nur Teilbereiche einer Iris anders gefärbt sind.

Häufiger kommt hingegen die zentrale Heterochromie vor, bei der die Iris einen andersfarbigen Rand um die Pupille aufweist. Diese partielle Heterochromie wird von deutschen Augenärzten oft als "Iris bicolor" oder zweifarbige Iris bezeichnet.

Obwohl Heterochromie meist angeboren und harmlos ist, kann sie manchmal auf Erkrankungen hindeuten. Beim Waardenburg-Syndrom beispielsweise tritt sie zusammen mit einer Innenohrschwerhörigkeit auf. Bei plötzlichen Farbveränderungen im Erwachsenenalter sollte daher ein Arzt konsultiert werden.

Gemischte Augenfarbe Häufigkeit

Während reine Augenfarben oft im Fokus stehen, sind Mischformen tatsächlich relativ häufig. Die wenigsten Menschen haben eine vollkommen einheitliche Augenfarbe. In Deutschland weisen etwa 17,07% der Bevölkerung solche gemischten Augenfarben auf.

Diese Mischformen entstehen ursprünglich durch die Kombination verschiedener genetischer Faktoren der Eltern. Da mindestens 16 Genvarianten an der Entstehung der individuellen Augenfarbe beteiligt sind, können zahlreiche Farbkombinationen entstehen.

Grüne Augenfarbe Häufigkeit und Besonderheiten

Grüne Augen gelten mit nur 2% Verbreitung in der Weltbevölkerung als die seltenste der häufigeren Augenfarben. Zum Vergleich: Braune Augen haben zwischen 70% und 79% aller Menschen.

Besonders interessant ist die regionale Verteilung. In Schottland besitzen erstaunliche 29% der Einwohner grüne Augen – eine bemerkenswert hohe Zahl angesichts der weltweiten Seltenheit. In Deutschland liegt der Anteil grünäugiger Menschen mit 18,36% deutlich über dem globalen Durchschnitt.

Charakteristisch für grüne Augen ist ihre besondere Dynamik: Umgebungslicht, Kleidung und Make-up können sie unterschiedlich erscheinen lassen. Dies liegt daran, dass grüne Augen durch eine moderate Melaninkonzentration entstehen – mehr als bei blauen, jedoch weniger als bei braunen Augen. Die Kombination aus selektiver Lichtstreuung, teilweiser Absorption und Reflexion lässt die Iris schließlich grün erscheinen.

Genetisch betrachtet gilt Grün als dominante Augenfarbe, die gut weitervererbt wird. Dennoch bleibt sie aufgrund ihrer komplexen genetischen Grundlage weltweit selten.

Farbige Kontaktlinsen: Möglichkeiten und Sicherheit

Für alle, die mit ihrer natürlichen Augenfarbe unzufrieden sind, bieten farbige Kontaktlinsen eine flexible Alternative. Diese medizinischen Hilfsmittel ermöglichen es, das Aussehen der Augen temporär zu verändern oder zu intensivieren.

Arten von farbigen Kontaktlinsen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Haupttypen farbiger Kontaktlinsen. Zunächst gibt es verstärkende oder getönte Linsen, die besonders für Menschen mit hellen Augen geeignet sind. Sie intensivieren die natürliche Augenfarbe, ohne sie komplett zu verändern. Darüber hinaus existieren deckende (opake) Farblinsen, die durch ihre undurchsichtige Farbschicht die natürliche Augenfarbe vollständig überdecken – ideal für einen kompletten Farbwechsel. Die dritte Kategorie bilden Mischlinsen, die einen natürlichen Farbverlauf von Irisrand zu neuem Farbton im Zentrum ermöglichen.

Alle genannten Varianten sind sowohl mit als auch ohne Sehkorrektur erhältlich. Während Tageslinsen nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, können Monatslinsen bei korrekter Pflege über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Sicherheitsregeln laut FDA und Optikern

Die FDA (Food and Drug Administration) stuft farbige Kontaktlinsen als medizinische Produkte ein, die einer strengen Regulierung unterliegen. Wichtigste Sicherheitsmaßnahmen sind:

  • Anpassung durch Augenarzt oder Optiker vor dem ersten Tragen
  • Gründliche Handhygiene vor jedem Kontakt mit den Linsen
  • Einhaltung der empfohlenen Tragezeiten (meist maximal 8 Stunden)
  • Niemals mit Linsen schlafen oder schwimmen
  • Verwendung geeigneter Reinigungslösungen (kein Leitungswasser)

Wichtig: Farbige Linsen haben aufgrund ihrer Pigmentierung eine geringere Sauerstoffdurchlässigkeit als normale Kontaktlinsen. Ignorieren Sie niemals Symptome wie Rötungen, Brennen oder Jucken – entfernen Sie in diesem Fall die Linsen sofort.

Wann sind farbige Linsen sinnvoll?

Abgesehen vom kosmetischen Aspekt können farbige Kontaktlinsen auch medizinische Funktionen erfüllen. Bei Pigmentstörungen der Iris dienen sie als Ersatz und bei bestimmten Augenerkrankungen als zusätzlicher Lichtschutz. Bei Autofahrten sollten besonders opake Linsen vermieden werden, da sie bei Dunkelheit die Pupille teilweise bedecken und das Sehvermögen einschränken können.

Farbige Kontaktlinsen eignen sich hervorragend für besondere Anlässe wie Fotoshootings oder Kostümpartys. Allerdings sollten Sie beachten, dass farbverändernde Motivlinsen für den Straßenverkehr ungeeignet sind, da sie den Sehbereich erheblich einschränken können. Für den täglichen Gebrauch empfehlen sich eher subtile Farbtöne, die natürlich wirken und die Sicht nicht beeinträchtigen.

Fazit

Die Verteilung der Augenfarben zeigt weltweit faszinierende Muster. Während braune Augen global mit etwa 80% klar dominieren, weist Deutschland eine bemerkenswert ausgewogene Verteilung auf. Tatsächlich besitzen hierzulande nahezu gleich viele Menschen braune (31%) wie blaue Augen (30%), was Deutschland zu einem Land mit außergewöhnlicher Augenfarben-Vielfalt macht.

Besonders beachtenswert ist zudem der hohe Anteil an grünen Augen (18%) und Mischfarben (17%) in der deutschen Bevölkerung. Diese Zahlen übertreffen den weltweiten Durchschnitt deutlich, denn global betrachtet gehören grüne Augen mit nur 2% zu den seltensten natürlichen Augenfarben überhaupt.

Die Entstehung unserer Augenfarbe folgt dabei komplexen biologischen Mechanismen. Obwohl früher von einfachen Vererbungsmustern ausgegangen wurde, wissen wir heute, dass mindestens 16 verschiedene Gene an diesem Prozess beteiligt sind. Melanin spielt hierbei die entscheidende Rolle – je nachdem, wie viel dieses Pigments in der Iris eingelagert wird, entstehen unterschiedliche Farben von Braun über Grün bis hin zu Blau.

Darüber hinaus gibt es noch seltenere Phänomene wie die Heterochromie, bei der ein Mensch unterschiedliche Augenfarben besitzt. Dieses Merkmal betrifft lediglich etwa 1% der Weltbevölkerung und macht die betroffenen Personen besonders einzigartig.

Falls Sie mit Ihrer eigenen Augenfarbe unzufrieden sein sollten, bieten farbige Kontaktlinsen eine sichere Alternative. Allerdings sollten Sie unbedingt auf eine professionelle Anpassung achten und die empfohlenen Sicherheitsregeln befolgen, um Ihre Augengesundheit nicht zu gefährden.

Unabhängig davon, ob Ihre Augen braun, blau, grün oder eine Mischfarbe aufweisen – sie sind ein einzigartiges biometrisches Merkmal und Teil Ihrer Identität. Die genetische Vielfalt, die sich in der Farbpalette unserer Augen widerspiegelt, zeigt eindrucksvoll die faszinierende Komplexität der menschlichen Genetik und Evolution.

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