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Kontaktlinsenlösung oder Kochsalzlösung? Die Wahrheit über Ihre Augengesundheit

Dec 19,2025 | de.coleyes

Kontaktlinsenlösung und Kochsalzlösung spielen beide eine wichtige Rolle bei der Pflege Ihrer Kontaktlinsen, jedoch ist es entscheidend zu wissen, wann Sie welches Produkt verwenden sollten. Tatsächlich können Kontaktlinsen ein idealer Nährboden für Bakterien und andere Mikroorganismen sein. Daher ist die richtige Pflege nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch Ihrer Augengesundheit.

Während eine All-in-One Kontaktlinsenlösung für die gründliche Desinfektion und Reinigung Ihrer Linsen sorgt, besteht Kochsalzlösung aus einer sterilen Mischung aus 0,9% Natriumchlorid und Wasser. Besonders wichtig ist eine Flasche Kochsalzlösung, wenn die Linsen über einen längeren Zeitraum nicht getragen wurden oder frisch aus einem Blister kommen. Die Kontaktlinsenlösung hingegen gewährleistet durch ihre speziellen Inhaltsstoffe, dass Ihre Linsen zuverlässig von lästigen Verschmutzungen und teilweise gefährlichen Bakterien befreit werden.

In diesem Artikel erfahren Sie den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Lösungen, wann Sie welche verwenden sollten und warum die richtige Pflege Ihrer Kontaktlinsen so wichtig für die langfristige Gesundheit Ihrer Augen ist.

Grundlagen: Was leisten die beiden Lösungen?

Bei der Pflege von Kontaktlinsen begegnen Sie zwei grundlegenden Lösungen, deren Funktionen sich deutlich unterscheiden. Für die langfristige Gesundheit Ihrer Augen ist es entscheidend, deren spezifische Eigenschaften zu verstehen.

Kochsalzlösung als Spülmittel

Kochsalzlösung besteht aus sterilem Wasser und etwa 0,9% Natriumchlorid (NaCl). Diese Konzentration entspricht dem natürlichen Salzgehalt in menschlichen Körperflüssigkeiten. Daher wird sie oft als "physiologische Salzlösung" bezeichnet und eignet sich hervorragend zum Abspülen Ihrer Kontaktlinsen.

Die Hauptfunktion der Kochsalzlösung ist das Entfernen von Schmutzpartikeln und Rückständen der Desinfektionsmittel von Ihren Linsen. Sie dient als abschließender Schritt nach der eigentlichen Reinigung. Besonders vor dem Einsetzen der Linsen ist das Abspülen mit Kochsalzlösung sinnvoll, um den Tragekomfort zu erhöhen.

Allerdings besitzt Kochsalzlösung keine desinfizierenden Eigenschaften. Sie kann Keime und Bakterien nicht abtöten und ist daher nicht zur alleinigen Reinigung oder Aufbewahrung geeignet. Nach dem Herausnehmen der Linsen sollten Sie diese zunächst mit einem geeigneten Reinigungsmittel behandeln und anschließend mit Kochsalzlösung abspülen.

Der ähnliche pH-Wert zur Tränenflüssigkeit (7,2-7,6) macht Kochsalzlösung zudem für empfindliche Augen besonders verträglich. Viele Varianten enthalten keine Konservierungsstoffe, was sie zusätzlich schonend macht.

Kontaktlinsenlösung als Komplettpflege

Im Gegensatz zur Kochsalzlösung bieten Kontaktlinsenlösungen eine umfassende Pflege. Diese speziellen Formulierungen enthalten verschiedene aktive Bestandteile, die mehrere Pflegefunktionen in einem Produkt vereinen.

Kombilösungen (auch All-in-One-Lösungen genannt) vereinen drei wesentliche Funktionen:

  1. Reinigung: Entfernen von Fetten, Eiweißen und Schmutzpartikeln
  2. Desinfektion: Abtöten von Keimen und Bakterien
  3. Neutralisierung: Vorbereitung der Linse für das Einsetzen ins Auge

Diese Lösungen enthalten Substanzen, die Proteine und Lipide von den Linsen lösen und gleichzeitig Konservierungsmittel, die das Bakterienwachstum hemmen. Einige Produkte wie biotrue Kontaktlinsenlösung oder regard Kontaktlinsenlösung bieten zusätzliche Vorteile wie integrierte Reiniger und Komfortsubstanzen.

Peroxidlösungen hingegen arbeiten ohne Konservierungsstoffe und sind daher besonders für empfindliche Augen geeignet. Sie benötigen allerdings einen zusätzlichen Neutralisationsschritt, bevor die Linsen ins Auge gesetzt werden können.

Moderne Kontaktlinsenlösungen wie die in Drogerien wie dmMüller oder Supermärkten wie Rewe erhältlichen Produkte sind auf verschiedene Linsentypen abgestimmt und bieten oft spezielle Formulierungen für Silikonhydrogel-Linsen.

Warum Wasser keine Alternative ist

Leitungswasser sollte niemals mit Kontaktlinsen in Berührung kommen. Selbst kleine Mengen Wasser können gefährliche Keime ins Auge bringen.

Wasser aus Wasserhähnen, Seen oder Schwimmbädern enthält fast immer Mikroorganismen. In Verbindung mit Kontaktlinsen entsteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, da die Linsen wie ein "Magnet" für Keime wirken. Besonders tückisch: Selbst chloriertes Wasser bietet keinen ausreichenden Schutz vor gefährlichen Erregern wie Acanthamoeben.

Diese mikroskopisch kleinen Einzeller können sich an der Hornhaut festsetzen und schmerzhafte Entzündungen verursachen. Unbehandelt können diese zu hornhautzerstörenden Geschwüren führen und im schlimmsten Fall bleibende Sehverluste verursachen.

Besonders weiche Linsen erhöhen das Risiko zusätzlich, da sie enger an der Hornhaut anliegen und das Eindringen der Erreger erleichtern. Daher gilt: Verwenden Sie ausschließlich sterile Kochsalzlösung oder spezielle Kontaktlinsenlösung – niemals Leitungswasser.

Pflegeablauf mit beiden Lösungen

Die tägliche Pflege Ihrer Kontaktlinsen folgt einem bestimmten Ablauf, bei dem sowohl Kontaktlinsenlösung als auch Kochsalzlösung eine wichtige Rolle spielen. Eine gründliche Reinigungsroutine verlängert nicht nur die Lebensdauer Ihrer Linsen, sondern schützt auch Ihre Augengesundheit.

Reinigung mit All-in-One-Lösung

Der tägliche Reinigungsprozess beginnt mit gründlich gewaschenen und abgetrockneten Händen. Zunächst nehmen Sie die erste Kontaktlinse aus dem Auge und geben etwas All-in-One-Lösung darauf. Mit dem Zeigefinger reiben Sie die Linse dann etwa 20 Sekunden sanft ab. Dieser manuelle Reinigungsschritt ist entscheidend, da er grobe Schmutzpartikel entfernt und die Linsenoberfläche für die nachfolgende Desinfektion vorbereitet.

Anschließend legen Sie die Linse in den entsprechenden Behälter und füllen diesen bis zur Markierung mit frischer All-in-One-Lösung. Wiederholen Sie den Vorgang mit der zweiten Linse. Die All-in-One-Lösung vereint alle Pflegeschritte in einem Produkt: Reinigen, Desinfizieren, Abspülen und Aufbewahren.

Besonders praktisch: Kombilösungen benötigen im Gegensatz zu Peroxid-Systemen keine Neutralisation. Allerdings enthalten sie Konservierungsstoffe, die bei empfindlichen Augen zu Reizungen führen können. Für diese Personengruppe eignen sich möglicherweise andere Pflegesysteme besser.

Spülen mit Kochsalzlösung

Nach der Desinfektion mit der All-in-One-Lösung sollten Sie Ihre Kontaktlinsen vor dem Einsetzen gründlich mit Kochsalzlösung abspülen. Dies entfernt Reste der Reinigungslösung und bereits gelöste Schmutzpartikel. Verwenden Sie reichlich Kochsalzlösung, damit die Linsen komplett von Reinigungsrückständen befreit werden.

Kochsalzlösung eignet sich außerdem hervorragend zum zwischenzeitlichen Spülen der Linsen. Falls Sie Ihre Linsen kurzzeitig herausnehmen müssen, können Sie diese damit befeuchten. Jedoch dient Kochsalzlösung ausschließlich zum Abspülen – nicht zur Desinfektion oder langfristigen Aufbewahrung, da sie keine keimtötenden Eigenschaften besitzt.

Aufbewahrung über Nacht

Für die optimale Desinfektion sollten Ihre Kontaktlinsen mindestens sechs Stunden in der All-in-One-Lösung verbleiben. Die meisten Hersteller empfehlen sogar, die Linsen über Nacht eingelagert zu lassen. Während dieser Zeit werden Keime abgetötet und die Linsen gründlich desinfiziert.

Nach der Entnahme der Linsen am nächsten Morgen leeren Sie den Behälter, spülen ihn mit frischer Lösung aus und lassen ihn an der Luft trocknen. Bei jedem Anbruch einer neuen Flasche Pflegemittel sollte auch der Kontaktlinsenbehälter ausgetauscht werden.

Die Aufbewahrungsdauer in der Kontaktlinsenlösung sollte 30 Tage nicht überschreiten. Bei längerer Lagerung können sich trotz Desinfektionsmittel Mikroorganismen vermehren und die Wirksamkeit der Lösung nachlassen.

Wann Enzymreiniger sinnvoll sind

Trotz täglicher Pflege können sich auf Kontaktlinsen mit längerer Tragedauer hartnäckige Protein- und Fettablagerungen bilden. Besonders bei Monats- und Jahreslinsen wird daher eine zusätzliche Reinigung mit Enzymreinigern empfohlen. Diese speziellen Reiniger, oft in Tablettenform, lösen Proteine, die durch normale Pflege nicht entfernt werden können.

Für Träger von Jahreslinsen empfiehlt sich eine wöchentliche Anwendung von Enzymreinigern. Bei Monatslinsen genügt meist eine Anwendung alle zwei Wochen. Tageslinsen benötigen hingegen keine enzymatische Reinigung, da sie nach jedem Gebrauch entsorgt werden.

Die Anwendung ist einfach: Sie geben eine Enzymtablette in die gefüllten Linsenbehälter oder bei flachen Behältern jeweils eine halbe Tablette pro Kammer. Die Kontaktlinsen müssen dann – je nach Herstellerempfehlung – 15 bis 30 Minuten oder über Nacht in dieser Lösung verbleiben. Vor dem Einsetzen ist das gründliche Abspülen mit Kochsalzlösung besonders wichtig, um Reste des Enzymreinigers vollständig zu entfernen und Augenreizungen zu vermeiden.

Welche Lösung passt zu welchen Linsen?

Nicht jede Kontaktlinsenlösung eignet sich für alle Arten von Kontaktlinsen. Die richtige Wahl des Pflegemittels hängt maßgeblich vom Material Ihrer Linsen und Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Ein passendes Pflegesystem steigert nicht nur den Tragekomfort, sondern verlängert auch die Lebensdauer Ihrer Kontaktlinsen.

Weiche vs. harte Kontaktlinsen

Weiche und harte Kontaktlinsen benötigen unterschiedliche Pflegeansätze aufgrund ihrer verschiedenen Materialeigenschaften. Harte Linsen bestehen aus festem, gasdurchlässigem Material wie Silikon-Hydrogel, bieten eine exzellente optische Qualität und sind langlebiger als weiche Linsen. Weiche Kontaktlinsen hingegen bestehen aus einem flexiblen, wasserhaltigen Material und bieten in der Regel sofortigen Tragekomfort ohne lange Eingewöhnungszeit.

Für weiche Kontaktlinsen sind All-in-One-Lösungen meistens gut geeignet. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass das Produkt speziell für Ihren Linsentyp empfohlen wird. Besonders bei Silikonhydrogel-Linsen ist dies wichtig, da nicht jede Kombilösung für diese modernen Materialien optimiert ist.

Bei harten Kontaktlinsen empfehlen sich oft spezielle Pflegesysteme. Manche Peroxid-Lösungen eignen sich für beide Linsentypen, während andere nur für weiche Linsen zugelassen sind. Lesen Sie daher stets die Herstellerangaben, bevor Sie ein Pflegemittel verwenden.

Farbige Kontaktlinsen und Pflege

Farbige Kontaktlinsen erfordern grundsätzlich die gleiche Pflegesorgfalt wie transparente Linsen. Für einen dauerhaft brillanten Look und gesunde Augen ist besonders auf die richtige Reinigung zu achten.

Empfehlenswert für farbige Linsen sind All-in-One-Kombilösungen mit Hyaluron für weiche Linsen.

Bei farbigen Kontaktlinsen ist zudem darauf zu achten:

  • Kosmetika, Parfüm und Haarspray können die Farbschicht beeinträchtigen
  • Die empfohlene Tragedauer nicht überschreiten
  • Regelmäßig auf Schäden oder Verfärbungen prüfen

Die falsche Pflege verkürzt nicht nur die Haltbarkeit Ihrer farbigen Kontaktlinsen, sondern kann auch die Farbintensität beeinträchtigen. Außerdem sollten Sie beim Schwimmen oder in der Sauna keine farbigen Linsen tragen, um Beschädigungen zu vermeiden.

Speziallösungen für Allergiker

Manche Kontaktlinsenträger entwickeln mit der Zeit Allergien gegen die Konservierungsstoffe in herkömmlichen Pflegemitteln. Diese allergischen Reaktionen treten oft erst nach längerer Anwendung auf, wenn sich das Immunsystem gegen bestimmte Inhaltsstoffe sensibilisiert hat.

Für Allergiker eignen sich besonders Pflegemittel ohne Konservierungsstoffe wie:

  • Peroxid-Lösungen, die durch Wasserstoffperoxid desinfizieren
  • Kochsalzlösungen zum Abspülen und für Proteinentfernungstabletten
  • Nachbenetzungstropfen ohne Konservierungsstoffe

Peroxid-Lösungen glänzen besonders bei der gründlichen Desinfektion und Entfernung von Lipid- und Protein-Ablagerungen. Wichtig ist jedoch, dass diese Lösungen neutralisiert werden müssen, bevor die Linsen wieder eingesetzt werden können. Produkte wie AO Sept Plus von Alcon sind mit allen Kontaktlinsenarten verträglich und eignen sich hervorragend für empfindliche Augen.

Kontaktlinsenlösung für Schleim vermeiden

Ein Schleier auf Ihren Kontaktlinsen kann verschiedene Ursachen haben und ist oft ein Anzeichen für ungeeignete Pflegemittel oder falsche Anwendung. Hormonelle Veränderungen durch Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille oder andere Faktoren können die Zusammensetzung Ihres Tränenfilms verändern und damit die Verträglichkeit von Kontaktlinsen beeinflussen.

Umweltfaktoren wie Mehlstaub, Hausstaub oder Sonnencreme können sich ebenfalls auf den Linsen ablagern und einen Schleier verursachen. Bauarbeiter oder Personen, die häufig mit feinem Staub in Kontakt kommen, sollten während der Arbeitszeit eine Brille tragen.

Bei der Verwendung von Nachbenetzungsmitteln mit Hyaluronat sollten Sie darauf achten, dass der Hyaluronat-Anteil unter 0,18% liegt. Ein höherer Anteil kann zu Schleiersehen führen. Die Lenscare Drops Hyaluron mit einem Hyaluronat-Anteil von 0,1% bieten daher eine optimale Nachbenetzungsmöglichkeit.

Auch ein Pflegemittelwechsel kann zum Schleiersehen führen, da sich bestimmte Pflegemittel besser mit Ihren speziellen Kontaktlinsen vertragen als andere. Bei anhaltendem Schleierproblem empfiehlt sich die Beratung durch einen Kontaktlinsenspezialisten, der die optimale Abstimmung zwischen Ihren Linsen und dem Pflegesystem herstellen kann.

Kochsalzlösung selber machen – sinnvoll oder riskant?

Die Idee, Kochsalzlösung selbst herzustellen, klingt zunächst verlockend – besonders als kostengünstige Alternative zu fertigen Produkten. Allerdings verbirgt sich hinter der scheinbar einfachen Zubereitung ein komplexes Zusammenspiel aus Präzision und Hygiene, das über die Gesundheit Ihrer Augen entscheiden kann.

Rezept für 0,9%-Lösung

Für eine isotonische Kochsalzlösung benötigen Sie exakt 9 Gramm Salz pro Liter Wasser. Diese 0,9%-ige Konzentration entspricht dem natürlichen Salzgehalt im Blutplasma. Bei einem halben Liter Wasser verwenden Sie dementsprechend etwa 4,5 Gramm Salz.

Wichtig ist die Verwendung von reinem Salz ohne Zusätze wie Jod, Fluorid oder Folsäure. Diese Zusatzstoffe können zu Reizungen führen und haben in Ihren Augen nichts zu suchen. Auch Rieselhilfen wie Natriumferrocyanid (E 535), die in handelsüblichem Speisesalz enthalten sein können, sollten vermieden werden.

Der Zubereitungsprozess:

  1. Wasser etwa zwei Minuten abkochen, um Keime abzutöten
  2. Salz präzise abwiegen und hinzufügen
  3. Umrühren bis zur vollständigen Auflösung
  4. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen

Hygienische Risiken

Trotz sorgfältiger Zubereitung bleibt selbst hergestellte Kochsalzlösung problematisch für die Anwendung an Kontaktlinsen. Durch das Kochen werden zwar die meisten Mikroorganismen abgetötet, jedoch überleben einige Bakterien, Viren und sporenbildende Keime die 100°C. Außerdem kann Leitungswasser durch Schwermetalle, Arzneimittelrückstände und Mikroschadstoffe belastet sein.

Ein weiteres Risiko liegt in der Dosierung: Fehler bei der Zubereitung sind nicht auszuschließen. In Internetforen berichten Anwender von Fällen, in denen die Salzkonzentration um ein Vielfaches höher lag als gewünscht. Eine zu hohe Konzentration kann Ihre Augen erheblich reizen.

Die Aufbewahrung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Selbst im Kühlschrank bei 2-8°C kann dem Wachstum von Mikroorganismen nur bedingt Einhalt geboten werden. Selbst hergestellte Lösungen sollten daher maximal 24 Stunden aufbewahrt werden.

Warum fertige Lösungen sicherer sind

Kommerzielle Kochsalzlösungen unterliegen strengen Qualitätsstandards. Die Mindestanforderung des europäischen Arzneibuchs ist gereinigtes Wasser (Aqua purificata), das aus Trinkwasser durch Destillation, Ionenaustausch oder Umkehrosmose gewonnen wird. Einige Produkte enthalten sogar Wasser für Injektionszwecke, das ausschließlich durch Destillation hergestellt werden darf.

Fertige Lösungen wie Lenscare Kochsalzlösung sind steril, gepuffert und isotonisch. Sie enthalten die gleiche Menge gelöster Salze wie der Tränenfilm und sind pH-neutral. Dadurch eignen sie sich ideal zum Abspülen, Aufsetzen und kurzzeitigen Zwischenlagern für alle Kontaktlinsen.

Besonders für Kontaktlinsen ist die Sterilität entscheidend. Während selbst gemachte Lösungen nur keimarm sind, bieten kommerzielle Produkte echte Keimfreiheit. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil Kontaktlinsen direkten Kontakt mit Ihrem Auge haben und als potentieller Nährboden für Mikroorganismen dienen können.

Für maximale Sicherheit empfehlen sich daher sterile Fertiglösungen aus der Apotheke oder Drogerie. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich – von kleinen Ampullen bis zu größeren Behältern.

Kaufberatung und Produktempfehlungen

Bei der Wahl geeigneter Pflegeprodukte für Kontaktlinsen stehen verschiedene Lösungen zur Verfügung. Welche Option für Sie die richtige ist, hängt vor allem von Ihrem Trageverhalten, Ihrer Augenempfindlichkeit und Ihren persönlichen Ansprüchen an Komfort und Hygiene ab.

Multifunktionslösungen und Peroxidsysteme

Viele moderne Kombilösungen orientieren sich am natürlichen pH-Wert des Tränenfilms und unterstützen so ein angenehmes Tragegefühl. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe können helfen, die Linse über viele Stunden geschmeidig zu halten und Trockenheit zu reduzieren. Solche All-in-One-Lösungen reinigen, desinfizieren und eignen sich gleichzeitig zur Aufbewahrung.

Für Menschen mit empfindlichen Augen oder Allergieneigung sind Peroxidsysteme eine beliebte Alternative. Sie kommen ohne Konservierungsstoffe aus und reinigen besonders gründlich. Wichtig ist hierbei, die Neutralisationszeit strikt einzuhalten, da die Lösung vor Abschluss des Prozesses nicht direkt ins Auge gelangen darf.

Kontaktlinsenlösung aus Drogerie und Supermarkt

Auch in Drogerien und Supermärkten sind Kontaktlinsenpflegemittel weit verbreitet. Dort finden sich häufig Kombilösungen, die als Ein-Schritt-System funktionieren und für die tägliche Reinigung sowie die Aufbewahrung geeignet sind. Einige Produkte sind für eine längere Lagerung der Linsen von mehreren Wochen ausgelegt, was besonders praktisch für Gelegenheitsnutzer ist.

Der Vorteil des Kaufs vor Ort liegt in der schnellen Verfügbarkeit und oft günstigeren Preisen. Wer regelmäßig Nachschub benötigt, kann außerdem von Liefer- oder Abo-Services profitieren, die den Alltag erleichtern.

Worauf Sie beim Online-Kauf achten sollten

Vor dem erstmaligen Kauf empfiehlt sich eine Beratung durch einen Augenarzt oder Optiker, um die passende Pflegeform zu bestimmen. Beim Online-Shopping sollten Sie die Rückgaberegelungen prüfen, da geöffnete Pflegeprodukte meist vom Umtausch ausgeschlossen sind.

Viele Online-Shops bieten Neukundenrabatte oder zeitlich begrenzte Gutscheine an, mit denen sich 10 bis 20 Prozent sparen lassen. Ein Preisvergleich lohnt sich besonders bei regelmäßigem Gebrauch.

Preis-Leistungs-Vergleich

Im mittleren Preissegment finden sich Pflegelösungen, die durch zuverlässige Desinfektion und guten Langzeitkomfort überzeugen. Für spezielle Linsentypen, etwa formstabile Kontaktlinsen, gibt es angepasste Pflegeformeln mit besonders intensiver Reinigungswirkung. Günstigere Alternativen sind ebenfalls erhältlich und erfüllen bei korrekter Anwendung die grundlegenden Hygienestandards.

Zweckentfremdung vermeiden

Kontaktlinsenlösung sollte ausschließlich zur Pflege von Kontaktlinsen verwendet werden. Im Internet kursieren zwar Anleitungen zur Herstellung von Spielschleim mit solchen Flüssigkeiten, davon ist jedoch dringend abzuraten. Die enthaltenen chemischen Bestandteile sind nicht für Hautkontakt oder den Gebrauch durch Kinder geeignet und können gesundheitliche Risiken darstellen.

Fazit

Die richtige Pflege Ihrer Kontaktlinsen entscheidet maßgeblich über den Tragekomfort und die Gesundheit Ihrer Augen. Während Kontaktlinsenlösungen und Kochsalzlösungen auf den ersten Blick ähnlich erscheinen, erfüllen sie grundsätzlich unterschiedliche Funktionen.

Kontaktlinsenlösungen dienen als Alleskönner für Ihre tägliche Linsenpflege. Sie reinigen, desinfizieren und sorgen dafür, dass Ihre Linsen frei von gefährlichen Mikroorganismen bleiben. Ohne diese gründliche Desinfektion könnten Bakterien und andere Keime Ihre Augengesundheit ernsthaft gefährden.

Kochsalzlösung hingegen eignet sich hervorragend zum Abspülen der Linsen vor dem Einsetzen. Allerdings besitzt sie keine desinfizierenden Eigenschaften und sollte daher niemals als alleiniges Pflegemittel oder für die Aufbewahrung verwendet werden.

Besonders wichtig: Verzichten Sie unbedingt auf selbstgemachte Kochsalzlösungen. Die vermeintliche Kostenersparnis steht in keinem Verhältnis zum Risiko einer Augeninfektion. Fertige sterile Produkte bieten Ihnen die Sicherheit, die Ihre Augen verdienen.

Je nach Linsentyp und persönlichen Bedürfnissen sollten Sie das passende Pflegesystem auswählen. Für empfindliche Augen eignen sich konservierungsmittelfreie Peroxid-Lösungen besonders gut, während Monats- oder Jahreslinsenträger von zusätzlichen Enzymreinigern profitieren können.

Unabhängig davon, welches System Sie bevorzugen – der regelmäßige Wechsel des Linsenbehälters und die strikte Einhaltung der Hygieneregeln bilden das Fundament für ein beschwerdefreies Linsenerlebnis. Diese kleinen Anstrengungen zahlen sich durch langanhaltenden Tragekomfort und vor allem durch den Schutz Ihrer Augengesundheit aus.

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