Dürfen Sie Farbige Kontaktlinsen Im Passbild Tragen? Die Wahrheit
Nov 28,2025 | de.coleyes
Wenn Sie sich fragen, ob ein Passbild mit oder ohne Brille gemacht werden sollte, stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung für Ihre offiziellen Dokumente. Grundsätzlich gilt: Eine Brille ist kein Gegenstand, der die Identifikation stört. Sie haben daher die Wahl, ob Sie auf Ihren Ausweisbildern mit oder ohne Brille erscheinen möchten.
Anders verhält es sich jedoch mit farbigen Kontaktlinsen. Tatsächlich dürfen Sie keine farbigen Kontaktlinsen wählen, die Ihre natürliche Augenfarbe verändern. Die offizielle Regelung besagt unmissverständlich, dass bei Passfotos die Augen unverzüglich zu erkennen sein müssen. Daher müssen Sie bei Kontaktlinsen darauf achten, dass Ihre Augen unvervälscht zu erkennen sind. Dunkle Gläser oder Kontaktlinsen, die Ihre Augenfarbe verändern, sind nur in Sonderfällen erlaubt – beispielsweise nach einer Augenoperation oder bei bestimmten Augenerkrankungen.
Was ist bei Passbildern grundsätzlich erlaubt?
Biometrische Passfotos folgen strengen Regeln, die nicht willkürlich sind, sondern einem bestimmten Zweck dienen. Für viele ist die Frage nach der richtigen Darstellung auf offiziellen Dokumenten wichtig – besonders für Brillen- und Kontaktlinsenträger. Welche Vorgaben gelten also genau?
Biometrische Anforderungen an Passfotos
Biometrische Passbilder dienen der automatischen Gesichtserkennung und müssen daher bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Diese Standards wurden in Zusammenarbeit mit der EU und der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) durch das Bundesministerium des Innern festgelegt.
Für ein gültiges Passbild gelten folgende Grundregeln:
- Das Gesicht muss vollständig von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende abgebildet sein und nimmt idealerweise 70 bis 80% der Fotohöhe ein
- Die Gesichtshöhe sollte zwischen 32mm und 36mm betragen, in Ausnahmefällen sind 27mm bis 40mm zulässig
- Der Kopf muss mittig und gerade positioniert sein
- Der Hintergrund muss einfarbig hell sein, idealerweise neutral grau
- Der Gesichtsausdruck soll neutral sein mit geschlossenem Mund und direktem Blick in die Kamera
Darüber hinaus muss das Foto an allen Stellen gleichmäßig ausgeleuchtet sein, ohne Reflexionen oder Schatten im Gesicht. Das Bild sollte scharf, kontrastreich und klar sein, damit alle biometrischen Merkmale eindeutig erkennbar sind.
Warum die Iris ein zentrales Merkmal ist
Die Iris gehört zu den wichtigsten physiologischen Merkmalen für die biometrische Identifikation. Anders als verhaltenstypische Merkmale wie Unterschriften oder Gangarten, die sich situationsbedingt ändern können, zählt die Iris zu den "statischen Merkmalen" mit nahezu unveränderlicher Struktur.
Besonders bedeutsam ist: Bei der biometrischen Iris-Erkennung kann mit Hilfe algorithmischer Verfahren eine Person eindeutig über das Muster der Regenbogenhaut identifiziert werden. Neben dem Gesichtsfoto ist es seit Ende 2007 sogar möglich, ein Abbild der Iris auf dem RFID-Chip des deutschen Reisepasses zu speichern.
Die Wichtigkeit der Iris erklärt auch, warum auf Passbildern die Augen stets klar und vollständig erkennbar sein müssen. Geschlossene Augen verhindern oder erschweren die Identifikation erheblich, insbesondere wenn diese automatisch über die Iriserkennung erfolgen soll. Gleiches gilt für verdeckte Augen oder starke Spiegelungen in Brillengläsern.
Unterschied zwischen Brille und Kontaktlinsen
Bei der Frage nach Brillen auf Passfotos gibt es eine klare Regelung: In Deutschland ist es grundsätzlich erlaubt, ein Passbild mit Brille zu machen. Brillen gelten nicht als Gegenstände, die die Identifikation stören, da sie keine unveränderliche Eigenschaft darstellen.
Allerdings müssen bei Brillenträgern einige Vorschriften beachtet werden:
- Die Brille darf mit ihrem Rahmen keinesfalls die Augen verdecken
- Es dürfen keine Spiegelungen in den Brillengläsern sichtbar sein
- Getönte Gläser oder Sonnenbrillen sind nicht gestattet
- Die Brille darf keine Schatten auf das Gesicht werfen
Im Gegensatz dazu gelten bei Kontaktlinsen andere Regeln. Während klare Kontaktlinsen unproblematisch sind, dürfen farbige Kontaktlinsen, die die natürliche Augenfarbe verändern, nicht getragen werden. Der Grund: Die Iris ist als biometrisches Merkmal definiert und darf daher nicht verändert werden.
Nur in medizinischen Sonderfällen, etwa nach einer Augenoperation oder bei bestimmten Augenerkrankungen, können Ausnahmen für getönte Gläser oder spezielle Kontaktlinsen genehmigt werden.
Zusammenfassend gilt: Sie haben grundsätzlich die Wahl zwischen Brille, klaren Kontaktlinsen oder keiner Sehhilfe auf dem Passfoto – solange Ihre Augen unverändert und klar erkennbar bleiben.
Sind farbige Kontaktlinsen im Passfoto erlaubt?
Die Frage nach farbigen Kontaktlinsen beim Passfoto ist eindeutig geregelt – und die Antwort überrascht viele. Während Sie bei manchen Aspekten Ihres Erscheinungsbildes gewisse Freiheiten haben, gilt bei diesem Thema eine strenge Regelung.
Was die offiziellen Richtlinien sagen
Die Bundesdruckerei und deutsche Behörden haben klare Vorgaben zu Kontaktlinsen in Passbildern festgelegt. Gemäß § 5 der Passverordnung müssen Lichtbilder die Person ohne Bedeckung der Augen zeigen. Während transparente Kontaktlinsen grundsätzlich erlaubt sind, gilt für farbige Kontaktlinsen ein eindeutiges Verbot. Diese Regel ist ebenso strikt wie das Verbot von Sonnenbrillen oder getönten Brillengläsern. Normale, durchsichtige Kontaktlinsen – mit oder ohne Sehstärke – können hingegen problemlos getragen werden.
Die behördlichen Vorgaben lassen hierbei keinen Interpretationsspielraum: Ausschließlich transparente Kontaktlinsen sind zulässig, bei denen Pupillen und Iris gut sichtbar bleiben und die natürliche Farbe Ihrer Iris nicht verändert wird. Sämtliche farbverändernden Kontaktlinsen – unabhängig davon, ob sie eine Sehstärke haben oder lediglich der optischen Veränderung dienen – sind für Passfotos ausnahmslos untersagt.
Warum farbige Linsen problematisch sind
Der Hauptgrund für dieses Verbot liegt in der biometrischen Bedeutung der menschlichen Iris. Die Regenbogenhaut des Auges wird bei der Identitätsprüfung als eindeutiges biometrisches Merkmal genutzt. Jede Iris besitzt ein einzigartiges Muster, das – ähnlich einem Fingerabdruck – zur sicheren Identifikation einer Person dient.
Farbige Kontaktlinsen überlagern jedoch dieses charakteristische Muster und verhindern dadurch die zuverlässige Erkennung. Bei automatischen Gesichtserkennungssystemen, wie sie an Grenzen und Flughäfen eingesetzt werden, könnte dies zu Fehlidentifikationen führen. Darüber hinaus entsteht ein Widerspruch zwischen dem Erscheinungsbild auf dem Passfoto und dem tatsächlichen Aussehen der Person, besonders wenn die farbigen Kontaktlinsen nicht regelmäßig getragen werden.
Veränderung der Augenfarbe als Ausschlusskriterium
Die Veränderung der natürlichen Augenfarbe stellt das entscheidende Ausschlusskriterium dar. Während andere temporäre Veränderungen wie Frisuren oder leichtes Make-up auf Passbildern akzeptiert werden, gilt dies nicht für die Augenfarbe. Der Grund dafür ist logisch: Die Augenfarbe wird in offiziellen Dokumenten als Identifikationsmerkmal festgehalten.
Wenn Sie mit farbigen Kontaktlinsen fotografiert würden, entstünde ein Widerspruch zwischen der im Ausweis vermerkten Augenfarbe und dem Passbild. Dies könnte insbesondere bei Reisen zu Problemen führen, da bei Kontrollen oftmals die Übereinstimmung zwischen der Person und ihren Ausweisdokumenten geprüft wird – einschließlich der Augenfarbe.
Beispiele für abgelehnte Passbilder
In der Praxis werden Passbilder mit farbigen Kontaktlinsen konsequent abgelehnt. Folgende Situationen führen garantiert zur Zurückweisung:
- Tragen von weißen, grauen oder andersfarbigen Kontaktlinsen, die die natürliche Augenfarbe vollständig verändern
- Nutzung von leicht getönten oder gemusterten Kontaktlinsen, selbst wenn die Veränderung subtil erscheint
- "Circle Lenses", die den Durchmesser der Iris optisch vergrößern
- Spezialeffekt-Kontaktlinsen wie Katzenaugen oder andere unnatürliche Designs
Einzig in medizinischen Ausnahmefällen können nach vorheriger Absprache mit den zuständigen Behörden eventuell Sonderregelungen getroffen werden. Dies betrifft jedoch nur therapeutische Kontaktlinsen, die aus gesundheitlichen Gründen notwendig sind.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Wenn Sie ein neues Passbild benötigen, müssen Sie auf farbige Kontaktlinsen verzichten. Andernfalls riskieren Sie die Ablehnung Ihres Antrags und zusätzliche Kosten für ein neues Foto.
Welche Kontaktlinsen sind im Passbild erlaubt?
Bei der Auswahl der richtigen Sehhilfe für Ihr Passfoto müssen Sie einige wichtige Regeln beachten. Die Vorschriften bezüglich Kontaktlinsen sind unmissverständlich, besonders wenn es um farbverändernde Modelle geht. Lassen Sie uns einen detaillierten Blick darauf werfen, welche Kontaktlinsen erlaubt sind und welche nicht.
Klare Kontaktlinsen: Ja, aber mit Vorsicht
Grundsätzlich gilt: Transparente Kontaktlinsen sind auf Passbildern gestattet. Diese verändern Ihre natürliche Augenfarbe nicht und beeinflussen somit nicht die biometrische Identifikation. Sowohl Kontaktlinsen mit Sehstärke als auch solche ohne Dioptrien sind zulässig, solange sie völlig durchsichtig bleiben und die natürliche Irisstruktur nicht überdecken.
Dennoch sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen:
- Achten Sie darauf, dass die Kontaktlinsen sauber und frei von Ablagerungen sind
- Vermeiden Sie Linsen, die starke Reflexionen verursachen könnten
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Augen nicht gerötet oder gereizt wirken
- Verwenden Sie bei Bedarf Augentropfen, um trockene Augen vor dem Fototermin zu befeuchten
Die Behörden akzeptieren klare Kontaktlinsen ohne Einschränkungen, solange Ihre Pupillen und Iris gut sichtbar bleiben und in ihrer natürlichen Erscheinung nicht verändert werden.
Farbige Kontaktlinsen: Nur außerhalb des Fotos
Die Vorschriften für biometrische Passfotos lassen hier keinen Interpretationsspielraum: Farbige Kontaktlinsen sind beim Passfoto vollständig verboten. Dies gilt ausnahmslos für sämtliche Varianten – von dezent farbverändernden Linsen bis hin zu auffälligen Spezialeffekten.
Folgende Arten farbiger Kontaktlinsen dürfen nicht getragen werden:
- Kontaktlinsen, die Ihre natürliche Augenfarbe verstärken oder leicht verändern
- Weiße, graue oder andersfarbige Kontaktlinsen
- Gemusterte Kontaktlinsen jeglicher Art
- "Circle Lenses", die den Durchmesser der Iris optisch vergrößern
- Spezialeffekt-Kontaktlinsen mit unnatürlichen Designs
Der Grund für dieses strikte Verbot ist eindeutig: Die Iris zählt als biometrisches Merkmal und darf daher nicht verfälscht dargestellt werden. Falls Sie im Alltag farbige Kontaktlinsen tragen, müssen Sie diese vor dem Fototermin entfernen. Die deutsche Passbehörde betont klar: "Sie sollten keine Kontaktlinsen tragen, die die Augenfarbe verändern. Sonst wird das Foto nicht akzeptiert."
Spezialfälle: Medizinische Linsen
Während die Regeln bezüglich farbiger Kontaktlinsen streng sind, existieren Ausnahmen für medizinisch notwendige Sehhilfen. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen spezielle Kontaktlinsen tragen müssen, die möglicherweise das Erscheinungsbild Ihrer Iris verändern, gibt es einen Sonderweg.
In solchen Fällen sollten Sie vor dem Fototermin Rücksprache mit der zuständigen Behörde halten. Normalerweise wird ein ärztliches Attest verlangt, das die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Dennoch muss gewährleistet sein, dass Ihre Augen für biometrische Zwecke noch ausreichend erkennbar sind.
Zu den medizinischen Sonderfällen können gehören:
- Therapeutische Kontaktlinsen nach Augenoperationen
- Spezielle Kontaktlinsen bei bestimmten Augenkrankheiten
- Prothesen nach Augenverletzungen
Beachten Sie jedoch: Selbst bei medizinischen Ausnahmefällen wird stets eine individuelle Entscheidung getroffen. Ein vorheriges Gespräch mit den zuständigen Stellen ist daher unverzichtbar.
Zusammenfassend gilt die einfache Regel: Beim Passfoto sind ausschließlich transparente Kontaktlinsen gestattet, die Ihre natürliche Augenfarbe nicht verändern. Farbige oder gemusterte Kontaktlinsen, unabhängig von ihrer Funktion, sind nur in medizinischen Ausnahmefällen nach vorheriger Absprache zulässig. Die Iris als biometrisches Merkmal muss stets in ihrer natürlichen Form erkennbar bleiben.
Was passiert bei der Passkontrolle oder am Flughafen?
An Flughäfen und Grenzübergängen hat sich die Art der Passkontrolle in den letzten Jahren erheblich verändert. Moderne Technologien ersetzen zunehmend manuelle Kontrollen – und dabei spielt die Erkennung Ihrer Augen eine entscheidende Rolle.
Biometrische Gesichtserkennung und Augenabgleich
Die biometrische Gesichtserkennung revolutioniert die Passagierabfertigung an Flughäfen weltweit. Mittlerweile ermöglichen biometrische Gates in Dubai und Doha die Passkontrolle per Gesichts- oder Iris-Erkennung – ganz ohne physische Dokumente. In Brisbane genügt es, den Pass an einem Automaten einzureichen und in die Kamera zu blicken – schon öffnen sich die Schranken.
Bei diesem Verfahren wird Ihre Regenbogenhaut nicht gescannt, wie viele vermuten, sondern fotografiert. Das System beleuchtet die Iris mit einem schwachen Lichtblitz und nicht sichtbarer Infrarotstrahlung. Anschließend vergleicht ein Computer 266 Merkmale der Iris mit den gespeicherten Daten – im Vergleich: Bei Fingerabdrücken gibt es nur 40 Erkennungsmerkmale.
Die menschliche Iris ist einzigartig. Die mathematische Wahrscheinlichkeit, dass zwei verschiedene Personen die gleiche Iris haben, liegt bei 1:10^78. Deshalb gilt die Iriskontrolle als besonders sicher und zuverlässig.
Mögliche Probleme bei Abweichungen
Tragen Sie auf Ihrem Passfoto farbige Kontaktlinsen, während Sie bei der Kontrolle ohne erscheinen (oder umgekehrt), entstehen Probleme. Der Hauptgrund: Ihre Iris dient als eindeutiges biometrisches Identifikationsmerkmal.
Farbige Kontaktlinsen könnten die automatische Erkennung Ihrer Iris erschweren oder unmöglich machen. Während transparente Kontaktlinsen für Iris-Scans unproblematisch sind, verhindern sogenannte "Fun-Linsen", die die komplette Iris bedecken, eine korrekte Abbildung – das System gibt eine Fehlermeldung aus und macht ein Weiterkommen unmöglich.
Darüber hinaus könnten Sie Schwierigkeiten bekommen, wenn Ihr tatsächliches Erscheinungsbild nicht mit dem Passbild übereinstimmt. Besonders kritisch wird es, wenn die Augenfarbe auf dem Passfoto nicht mit Ihrer natürlichen Augenfarbe übereinstimmt, da diese in offiziellen Dokumenten als Identifikationsmerkmal festgehalten wird.
Was tun, wenn man farbige Linsen trägt?
Wenn Sie regelmäßig farbige Kontaktlinsen tragen und reisen möchten, beachten Sie folgende Punkte:
- Tragen Sie beim Passfototermin keine farbigen Kontaktlinsen, sondern nur durchsichtige oder gar keine
- Falls Sie am Flughafen farbige Kontaktlinsen tragen, können Sie diese bei Bedarf entfernen
- Experten an Kontrollpunkten können mit einer Taschenlampe erkennen, ob Kontaktlinsen getragen werden
- Denken Sie daran, dass Sie trotz automatisierter Systeme jederzeit vom Sicherheitspersonal zur Identifikation aufgefordert werden können
Trotz fortschreitender Automatisierung behalten die Behörden das Recht, Sie zur zusätzlichen Identifikation aufzufordern – besonders wenn Unstimmigkeiten wie unterschiedliche Augenfarben festgestellt werden.
Für den Flug selbst sollten Sie bedenken: Bei trockener Luft im Flugzeug können Kontaktlinsen stark austrocknen. Nehmen Sie daher stets ausreichend Augentropfen mit, um Beschwerden zu vermeiden.
Tipps für Kontaktlinsenträger beim Passfoto
Mit den richtigen Vorbereitungen erstellen Sie ein perfektes Passfoto, das alle behördlichen Anforderungen erfüllt. Nachdem wir nun wissen, dass farbige Kontaktlinsen nicht erlaubt sind, konzentrieren wir uns auf hilfreiche Tipps für Kontaktlinsenträger.
Kontaktlinsen vor dem Foto entfernen
Für optimale Ergebnisse bei Ihrer Irisfotografie empfehlen Experten, Kontaktlinsen vor dem Shooting zu entfernen. Dies gilt besonders für harte oder farbige Kontaktlinsen, die zwingend herausgenommen werden müssen. Obwohl das Fotografieren mit weichen Kontaktlinsen grundsätzlich möglich ist, können selbst diese je nach Alter und Dicke die Bildqualität beeinträchtigen.
Störende Effekte wie Brechung und Tränenfilm lassen sich vermeiden, indem Sie ohne Linsen zum Fototermin erscheinen. Falls Sie Bedenken haben: Die meisten professionellen Fotostudios stellen die notwendigen Utensilien bereit, um Ihnen bei der Entfernung und Aufbewahrung Ihrer Linsen zu helfen.
Augenpflege und Tropfen verwenden
Saubere Kontaktlinsen sind entscheidend für ein klares Passfoto. Verschmutzte Linsen können nicht nur Ihre Sicht beeinträchtigen, sondern auch auf dem Foto sichtbar sein. Daher sollten Sie vor dem Fototermin:
- Ihre Kontaktlinsen gründlich mit der passenden Reinigungs- und Pflegelösung säubern
- Bei Verunreinigungen die Linsen sanft mit den Fingerkuppen reinigen
- Die Linsen stets mit einer Kochsalz- oder Kombilösung befeuchten
Bei starker Verunreinigung durch Umwelteinflüsse wie Staub oder Zigarettenrauch empfiehlt es sich, die Kontaktlinsen kurz vor dem Fototermin mit einer Kombi- oder Kochsalzlösung zu spülen.
Natürliches Licht und keine Spiegelungen
Ein einfacher Trick, um störende Reflexionen auf Ihren Kontaktlinsen zu vermeiden: Verzichten Sie auf Blitzlicht. Setzen Sie stattdessen auf natürliches Tageslicht für Ihre Passfotos. Künstliche Lichtquellen verursachen oft unerwünschte Spiegelungen, die das Foto unbrauchbar machen können.
Achten Sie darauf, dass sich im Raum keine zusätzlichen Lichtquellen wie Kerzen oder Tischlampen befinden – selbst kleine Lichtquellen können sich in Ihren Kontaktlinsen spiegeln. Vermeiden Sie außerdem seitlich einfallendes Licht, da dies ebenfalls das Risiko unschöner Spiegelungen erhöht.
Passfoto mit oder ohne Brille: Was ist besser?
Die Entscheidung zwischen Brille und Kontaktlinsen ist zunächst Geschmackssache. Dennoch empfehlen viele Experten ein Foto ohne Brille, da es keine Reflexionen oder Rahmenprobleme gibt.
Falls Sie zwischen Brille und Kontaktlinsen wechseln, denken Sie daran: Die Blickführung ist entscheidend für ein biometrisch korrektes Passfoto. Wenn Sie normalerweise eine Brille tragen und für das Foto auf Kontaktlinsen umsteigen, nehmen Sie sich zunächst Zeit, um sich an das Sehen ohne Brille anzupassen.
Unabhängig von Ihrer Entscheidung gilt: Farbige Kontaktlinsen sind tabu, da die Iris als biometrisches Merkmal nicht verfälscht werden darf.
Fazit
Zusammenfassend gilt für Passfotos eine klare Regel: Durchsichtige Kontaktlinsen sind erlaubt, farbige Kontaktlinsen hingegen nicht. Die biometrischen Anforderungen dienen nicht der Schikane, sondern der zuverlässigen Identifikation an Grenzen und Flughäfen. Besonders die Iris spielt als unveränderliches biometrisches Merkmal eine entscheidende Rolle.
Wenn Sie regelmäßig farbige Kontaktlinsen tragen, müssen Sie diese für Ihr Passfoto unbedingt entfernen. Andernfalls riskieren Sie nicht nur die Ablehnung Ihres Antrags, sondern auch Probleme bei späteren Kontrollen. Denken Sie daran: Die in Ihrem Pass vermerkte natürliche Augenfarbe sollte stets mit Ihrem tatsächlichen Erscheinungsbild übereinstimmen.
Unabhängig davon, ob Sie sich für eine Brille, klare Kontaktlinsen oder keine Sehhilfe entscheiden – Ihre Augen müssen auf dem Passbild unverfälscht erkennbar sein. Die modernen biometrischen Verfahren an Flughäfen funktionieren nur dann zuverlässig, wenn Ihre Iris nicht durch farbige Kontaktlinsen verändert wird.
Letztendlich bietet ein vorschriftsmäßiges Passfoto viele Vorteile. Sie vermeiden unnötige Kosten für Neuaufnahmen, sparen Zeit bei Behördengängen und gewährleisten reibungslose Grenzkontrollen. Obwohl die Regelungen streng erscheinen mögen, dienen sie doch einem wichtigen Zweck: Ihrer sicheren Identifikation während Ihrer Reisen.