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Kontaktlinsen Gefährlich? Der Ultimative Ratgeber Vom Augenspezialist

Jan 16,2026 | de.coleyes

Sind Kontaktlinsen gefährlich? Tatsächlich suchen jährlich etwa 1 Million Menschen in den USA medizinische Hilfe wegen Keratitis oder anderer komplikationen im Zusammenhang mit Kontaktlinsen. Die Behandlungskosten für diese Patienten belaufen sich auf etwa 175 Millionen Dollar. Diese Zahlen zeigen, dass die Frage nach der Sicherheit von Kontaktlinsen durchaus berechtigt ist.

Besonders farbige Kontaktlinsen stellen ein erhöhtes Risiko dar. Studien haben gezeigt, dass Personen, die verschreibungsfreie farbige Linsen verwenden, ein 16-fach erhöhtes Risiko für Keratitis aufweisen. In einigen asiatischen Ländern wie Korea, den Philippinen und Thailand entfallen etwa 30–40% der kontaktlinsenbedingten Augeninfektionen auf den Gebrauch von farbigen Linsen zu kosmetischen Zwecken. Augenärzte berichten zudem häufig von Erblindungsfällen im Zusammenhang mit dem Tragen dieser Art von Kontaktlinsen.

Der Preis für farbige Kontaktlinsen variiert je nach Material und ob sie mit oder ohne Stärke sind. Jedoch ist bei billigen Produkten Vorsicht geboten – sie lassen oft weniger Sauerstoff durch und können die Augen eher schädigen als hochwertige Linsen. In den schlimmsten Fällen haben Patienten fast ihr Augenlicht wegen unbehandelter Hornhautgeschwüre und schwerer Infektionen verloren.

In diesem Ratgeber erfahrt ihr alles über die richtige Verwendung von Kontaktlinsen, welche Risiken bestehen und wie ihr diese minimieren könnt.

Farbige Kontaktlinsen im Überblick

Farbige Kontaktlinsen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – nicht nur für besondere Anlässe, sondern auch im Alltag. Diese vielseitigen Sehhilfen bieten die Möglichkeit, dein Erscheinungsbild zu verändern oder zu betonen. Doch was steckt eigentlich hinter diesen Produkten?

Was sind farbige Kontaktlinsen?

Farbige Kontaktlinsen sind spezielle Sehhilfen, die nicht nur die Sehkraft korrigieren können, sondern auch das Aussehen der Augen verändern. Sie bestehen aus drei wesentlichen Bereichen: einem transparenten Zentrum über der Pupille, durch das du hindurchsiehst, einem mittleren farbigen Teil, der die Iris bedeckt, und einem äußeren, nicht gefärbten Rand. Der farbige Teil enthält eingearbeitete Irisstrukturen oder Farbpigmente, die deine Augenfarbe verändern oder intensivieren.

Die Farbschicht wird entweder auf die Oberfläche aufgebracht oder direkt in das Linsenmaterial eingelagert. Durch die spezielle Gestaltung bleibt deine Sicht bei normalen Lichtverhältnissen unbeeinträchtigt, obwohl ein Teil der Linse nicht durchsichtig ist. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann es allerdings zu Einschränkungen kommen, weshalb vom Autofahren mit farbigen Kontaktlinsen abgeraten wird.

Welche Typen gibt es?

Grundsätzlich lassen sich drei Haupttypen farbiger Kontaktlinsen unterscheiden:

  • Leicht getönte Linsen: Diese Kontaktlinsen haben eine schwache Tönung (etwa 20%) und eignen sich vor allem für Menschen mit hellen Augen. Sie intensivieren und betonen deine natürliche Augenfarbe, verändern sie jedoch nicht grundlegend. Bei dunklen Augen ist der Effekt kaum sichtbar.

  • Deckende Farblinsen: Mit undurchsichtigen Pigmenten ausgestattet, können diese Linsen jede Augenfarbe – auch dunkle – vollständig verändern. Moderne Varianten arbeiten mit 2- und 3-Ton-Farbtechnologie für besonders natürlich wirkende Ergebnisse. Die fortschrittlichsten 3-Ring-Farblinsen nutzen mehrere Schichten (schwarz, braun und die gewünschte Farbe), um eine perfekte Überdeckung zu erzielen.

  • Spezialeffekt-Linsen: Diese auch als "Fun-Linsen" oder "Motivlinsen" bezeichneten Kontaktlinsen gehen über natürliche Farben hinaus. Sie enthalten auffällige Muster, Motive oder ungewöhnliche Farben wie Lila oder Gelb. Besonders zu Halloween oder Kostümpartys beliebt, lassen sie deine Augen wie die von Katzen, Reptilien oder Zombies aussehen. Einige Varianten können sogar unter UV-Licht leuchten.

Darüber hinaus existieren medizinische prothetische Linsen, die zur Kaschierung von Augendefekten oder -verletzungen dienen. Diese sind jedoch hauptsächlich für medizinische Zwecke vorgesehen und werden als Jahreslinsen angeboten.

Kontaktlinsen mit Farbe und Stärke

Eine weit verbreitete Fehlannahme ist, dass farbige Kontaktlinsen nur kosmetische Zwecke erfüllen. Tatsächlich sind die meisten farbigen Linsen sowohl mit als auch ohne Sehstärke erhältlich. Sie können genau wie herkömmliche Kontaktlinsen Kurzsichtigkeit (Myopie) und Weitsichtigkeit (Hyperopie) in einem breiten Dioptrienbereich (meist von +6 bis -6 Dioptrien) korrigieren.

Allerdings nimmt mit steigenden Dioptrienwerten die Auswahl an verfügbaren Modellen ab. Farblinsen für Menschen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sind auf dem Markt aktuell nur begrenzt erhältlich und meist als torische Kontaktlinsen ausgeführt. Auf Anfrage können jedoch bei einigen Herstellern auch spezielle farbige Linsen zur Korrektur komplexerer Sehfehler oder für Menschen mit Alterssichtigkeit (Presbyopie) als multifokale Linsen angefertigt werden.

Hinsichtlich der Tragezeit gibt es farbige Kontaktlinsen als Tageslinsen, Monatslinsen und als 3-Monatslinsen. Tägliche Farblinsen haben einen höheren Wassergehalt und sind weicher, was sie besonders für empfindliche Augen geeignet macht. Monats- und 3-Monatslinsen sind etwas dicker und langlebiger konzipiert, müssen jedoch regelmäßig gereinigt werden.

Die Wahl zwischen verschiedenen Tragezyklen sollte nach deinem täglichen Tagesablauf und deiner Bereitschaft zur Linsenpflege getroffen werden. Bei einmaliger Verwendung oder wenn du wenig Zeit für die tägliche Reinigung hast, sind Tageslinsen oft die bessere Wahl.

Gesundheitsrisiken durch falsche Nutzung

Die falsche Verwendung von Kontaktlinsen kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Besonders bei farbigen Kontaktlinsen, die oft als harmlose Mode-Accessoires angesehen werden, unterschätzen viele Träger die möglichen Risiken. Tatsächlich handelt es sich bei Kontaktlinsen um Medizinprodukte, nicht um Waren, "die vom Grabbeltisch kommen sollten", wie Gerald Böhme, Leiter des Ressorts Kontaktlinsen beim Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, betont.

Hornhautentzündungen und Keratitis

Eine der gefürchtetsten Komplikationen ist die bakterielle Keratitis – eine Hornhautentzündung, die durch Bakterien verursacht wird. Sie stellt einen ophthalmologischen Notfall dar und macht etwa 90% aller Keratitis-Fälle aus. Das Risiko einer Keratitis ist für Kontaktlinsenträger 80-mal höher als für Menschen ohne Kontaktlinsen.

Während die meisten Infektionen durch Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa verursacht werden, ist letzterer besonders gefährlich. Pseudomonas aeruginosa ruft über 90% aller durch Kontaktlinsen verursachten Infektionen hervor und kann einen fulminanten Verlauf mit schweren Ulzerationen und Hornhautzerstörung nehmen.

Bei den ersten Anzeichen einer Hornhautentzündung solltest du sofort handeln. Zu den Symptomen gehören:

  • Starke Schmerzen und ein Fremdkörpergefühl
  • Gerötete oder brennende Augen
  • Verminderte Sehschärfe
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Vermehrter Tränenfluss

Unbehandelt können Hornhautentzündungen zu chronischen Entzündungen, Narbenbildung und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Besonders gefährlich: Bei Anzeichen von Problemen nehmen viele Träger ihre Linsen nicht heraus, da dies Schmerzen verursacht. Dadurch kann sich die Infektion jedoch weiter ausbreiten.

Chemische Reizungen durch billige Linsen

Billige Kontaktlinsen aus Supermärkten oder Drogerien stellen ein erhebliches Risiko dar. Diese günstigen Produkte werden oft aus minderwertigem Material hergestellt und verfügen weder über eine individuelle Passform noch über eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit.

Ein gravierendes Problem besteht darin, dass günstige Linsen eine standardisierte Form haben, während alle Augen unterschiedlich sind. "Naheliegend, dass ein und dieselbe Kontaktlinse nicht auf jedes Auge passen kann", erklärt Augenspezialist Böhme. Außerdem wird bei minderwertigen oder nicht standardgerechten Linsen oft die Sehstärke falsch abgeschätzt, was zu Schwindelgefühlen führen kann.

Bei farbigen Linsen kommt ein zusätzliches Risiko hinzu: Die Farbschicht kann die Gesamtstruktur der Linse verändern. Bei mangelhafter Produktionstechnologie kann diese Farbe im Laufe der Zeit an die Oberfläche treten oder die Durchlässigkeit beeinträchtigen. Zudem können bei minderwertigen Linsen schädliche Chemikalien wie Metallspuren nachweisbar sein, die allergische Reaktionen oder Reizungen verursachen.

Langfristige Schäden durch Sauerstoffmangel

Eine der bedeutendsten Gefahren bei Kontaktlinsen ist die eingeschränkte Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Dorothea Kuhn, Leiterin des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte, warnt besonders vor farbigen Linsen, da deren Poren häufig durch Farbe versiegelt sind und so besonders wenig Sauerstoff ans Auge lassen.

Bei unzureichender Sauerstoffversorgung schwillt die Hornhaut an, was zu Sehstörungen führt. Langfristig kommt es zur Laktatbildung – Glucosereste wandeln sich in Milchsäuresalze um und lagern sich in der Hornhaut ab, was ihre Transparenz beeinträchtigt.

Besonders besorgniserregend ist die Neovaskularisation: Bei chronischem Sauerstoffmangel wachsen kleine Blutgefäße vom Hornhautrand in die normalerweise gefäßfreie Hornhaut ein, um die Sauerstoffversorgung zu verbessern. Weitet sich dieses Gefäßwachstum bis ins Zentrum der Hornhaut aus, wird das Sehvermögen dauerhaft eingeschränkt. Diese neugebildeten Gefäße verschwinden selbst nach Beendigung des Kontaktlinsentragens nicht mehr.

Erste Anzeichen eines Sauerstoffmangels sind verschleierte Sicht, Kopfschmerzen, Augenflimmern und ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Im weiteren Verlauf kommen Leistungsabfall, Erschöpfung und Schwindelgefühle hinzu. Da sich ein Sauerstoffmangel nicht medikamentös behandeln lässt, ist die richtige Auswahl sauerstoffdurchlässiger Linsen und deren korrekte Handhabung entscheidend für die langfristige Augengesundheit.

Pflege und Hygiene: So geht’s richtig

Richtige Pflege und Hygiene sind entscheidend, wenn du farbige Kontaktlinsen sicher nutzen möchtest. Tägliche Reinigungsroutinen und konsequente Hygienemaßnahmen reduzieren das Risiko von Augeninfektionen erheblich und verlängern gleichzeitig die Lebensdauer deiner Linsen.

Reinigung und Aufbewahrung

Die korrekte Reinigung deiner farbigen Kontaktlinsen beginnt mit sauberen Händen. Wasche deine Hände gründlich mit einer parfümfreien Seife und trockne sie mit einem fusselfreien Handtuch ab, bevor du deine Linsen berührst. Verwende ausschließlich spezielle Kontaktlinsenpflegemittel – niemals Leitungswasser oder Speichel, da beide Keime enthalten können.

Für die tägliche Reinigung empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Reibe jede Linse etwa 20 Sekunden sanft zwischen Daumen und Zeigefinger mit Reinigungslösung
  2. Spüle die Linsen anschließend gründlich mit frischer Lösung ab
  3. Lege die Linsen in einen sauberen Behälter mit frischer Aufbewahrungslösung

Der Linsenbehälter selbst ist häufig eine unterschätzte Keimquelle. Spüle ihn täglich mit Reinigungslösung aus und lasse ihn an der Luft trocknen. Zudem solltest du ihn alle vier Wochen durch einen neuen ersetzen. Beachte außerdem, dass die meisten Pflegelösungen nach dem Öffnen nur etwa drei Monate haltbar sind.

Vermeidung von Infektionen

Um Infektionen zu vermeiden, solltest du deine Kontaktlinsen niemals länger tragen als vom Hersteller empfohlen. Farbige Kontaktlinsen benötigen aufgrund ihrer Struktur besondere Aufmerksamkeit, da die Farbpigmente die Sauerstoffdurchlässigkeit beeinträchtigen können.

Achte besonders darauf, deine Linsen nicht mit Wasser in Berührung zu bringen. Das bedeutet: kein Schwimmen, Duschen oder Baden mit Kontaktlinsen. Wasser enthält Mikroorganismen wie Acanthamoeba, die schwere Augenentzündungen verursachen können.

Halte dich an diese Vorsichtsmaßnahmen:

  • Trage deine Linsen nicht während des Schlafs, außer sie sind speziell dafür zugelassen
  • Verwende keine abgelaufenen Pflegeprodukte
  • Nutze keine Linsen, deren Verpackung beschädigt ist
  • Teile niemals deine Kontaktlinsen oder Pflegemittel mit anderen

Falls du Rötungen, Schmerzen, verstärkten Tränenfluss oder verschwommenes Sehen bemerkst, entferne deine Linsen sofort und suche einen Augenarzt auf.

Richtige Reihenfolge bei Make-up und Linsen

Bei der Kombination von Make-up und farbigen Kontaktlinsen ist die richtige Reihenfolge entscheidend. Setze zunächst deine Kontaktlinsen ein, bevor du mit dem Schminken beginnst. Dadurch vermeidest du, dass Make-up-Partikel zwischen Linse und Auge geraten.

Beim Abschminken kehrst du die Reihenfolge um: Entferne zunächst deine Kontaktlinsen, bevor du das Make-up entfernst. Dadurch verhinderst du, dass Abschminkprodukte mit deinen Linsen in Kontakt kommen.

Darüber hinaus gilt für Make-up-Träger:

  • Verwende ölfreie, hypoallergene Kosmetika
  • Meide Puder und Glitzer in Augennähe
  • Ersetze Mascara und Eyeliner alle drei Monate, um Bakterienbildung zu vermeiden
  • Nutze keine wasserfeste Mascara, da sie schwerer zu entfernen ist und eher die Linsen verschmutzt

Besonders wichtig: Sprühe keine Parfüms oder Haarsprays, während du deine Linsen trägst. Die feinen Partikel können sich auf den Linsen ablagern und Reizungen verursachen.

Rechtliche Vorgaben und Marktüberblick

Im europäischen Rechtsraum unterliegen Kontaktlinsen strengen Regulierungen, da sie als Medizinprodukte eingestuft werden. Die gesetzlichen Vorgaben sollen vor allem die Sicherheit der Nutzer gewährleisten und Risiken minimieren.

Rezeptpflicht in Deutschland und EU

Bezüglich der Rezeptpflicht herrscht teilweise Verwirrung. Tatsächlich sind Kontaktlinsen in Deutschland grundsätzlich frei erhältlich und nicht rezeptpflichtig. Allerdings ist eine vorherige Anpassung durch Fachleute dringend empfohlen. Seit Mai 2021 hat die neue EU-Medizinprodukteverordnung 2017/745 (MDR) die über 25 Jahre geltende Medizinprodukterichtlinie abgelöst. Diese Verordnung ist für alle EU-Staaten rechtsverbindlich und stuft Kontaktlinsen definitiv als Medizinprodukt ein – mit Konsequenzen für Anbieter und Nutzer.

Besonders wichtig: Die neue Verordnung verpflichtet Hersteller, alle vom Produkt ausgehenden Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Dadurch sollen höhere Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Kontaktlinsen gewährleistet werden.

CE-Kennzeichnung und FDA-Zulassung

Beim Kauf farbiger Kontaktlinsen solltest du unbedingt auf anerkannte Sicherheitszertifizierungen achten. Die CE-Kennzeichnung zeigt an, dass das Produkt den europäischen Sicherheits- und Gesundheitsstandards entspricht. Sie garantiert, dass die verwendeten Materialien unbedenklich und die Kontaktlinsen für den vorgesehenen Gebrauch geeignet sind.

In den USA werden Kontaktlinsen durch die FDA (Food and Drug Administration) reguliert, die sie ebenfalls als Medizinprodukte einstuft und strenge Sicherheits- und Qualitätsprüfungen verlangt. Obwohl es sich um eine US-amerikanische Behörde handelt, ist die FDA-Zulassung international als Qualitätssiegel anerkannt und zeigt, dass die Linsen strengen Tests unterzogen wurden.

Nicht-zertifizierte farbige Kontaktlinsen bergen erhebliche Risiken. Studien zeigen, dass Personen, die verschreibungsfreie Linsen ohne entsprechende Zertifizierungen verwenden, ein 16-fach erhöhtes Risiko für Keratitis aufweisen.

Wachsender Markt für bunte Kontaktlinsen

Der globale Markt für farbige Kontaktlinsen verzeichnet ein beachtliches Wachstum. Data Bridge Market Research analysiert, dass dieser Markt, der 2022 bereits 4,33 Milliarden USD betrug, bis 2030 voraussichtlich auf 7,19 Milliarden USD anwachsen wird – mit einer jährlichen Wachstumsrate von 6,54%.

Besonders in asiatischen Märkten wie China und Südkorea wird das höchste Wachstum erwartet, was unter anderem auf den zunehmenden Einfluss der K-Pop-Kultur zurückzuführen ist. In Nordamerika und Europa wächst der Markt ebenfalls, jedoch moderater. Die steigende Beliebtheit farbiger Kontaktlinsen gegenüber herkömmlichen Brillen wird hauptsächlich durch den Wunsch nach verbesserter Gesichtsästhetik angetrieben, besonders bei jüngeren Zielgruppen.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Beim Kauf farbiger Kontaktlinsen entscheidest du direkt über die Gesundheit deiner Augen. Der Markt bietet zahlreiche Optionen, doch nicht alle sind sicher. Daher solltest du einige wichtige Faktoren berücksichtigen, bevor du dein Geld investierst.

Nur bei zertifizierten Händlern kaufen

Farbige Kontaktlinsen sollten grundsätzlich nur nach Anpassung durch einen Kontaktlinsenspezialisten gekauft werden. Ein Augenoptiker oder Augenarzt vermisst und untersucht deine Augen sehr gründlich, weiß welche Linsen für dich geeignet sind und zeigt dir den richtigen Umgang. Besonders wenn du farbige Linsen ohne Stärke suchst, ist professionelle Beratung wichtig, da du vermutlich keine Erfahrung mit Kontaktlinsen hast.

Vermeide unbedingt den Kauf von Kontaktlinsen bei Marktplätzen, Straßenständen oder Kostümgeschäften. Diese erhöhen das Risiko, gefälschte oder minderwertige Produkte zu erhalten, die deinen Augen ernsthaft schaden können. Stattdessen solltest du lizenzierte Optikgeschäfte, Apotheken oder seriöse Online-Shops bevorzugen.

Produktzertifikate prüfen

Achte immer auf Linsen mit CE- oder FDA-Zeichen. Das CE-Zeichen ist innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums Pflicht und bestätigt, dass grundlegende Anforderungen bezüglich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz erfüllt werden. Das FDA-Zeichen erfüllt dieselbe Funktion in den USA.

Die Originalverpackung sollte vollständige Angaben zu Herstellungsdatum, Verfallsdatum und weitere wichtige Informationen enthalten. Überprüfe zudem, ob der Hersteller bekannt ist – unbekannte Hersteller sind oft ein Warnsignal für minderwertiges Material oder unzureichende Produktionsstandards.

Warum der Preis ein Warnsignal sein kann

Bei auffällig günstigen Kontaktlinsen ist äußerste Vorsicht geboten. In der Kontaktlinsenbranche verlaufen Qualität und Preis normalerweise parallel. Verdächtig niedrige Preise können auf mangelhafte Produktionsstandards hinweisen.

Billige Kontaktlinsen lassen häufig weniger Sauerstoff an die Augen und können dadurch eher Schäden verursachen als hochwertige Linsen. Außerdem haben günstige Produkte oft eine standardisierte Form, obwohl alle Augen unterschiedlich sind – naheliegend, dass nicht eine Standardlinse für jeden passen kann.

Investiere lieber in qualitativ hochwertige Kontaktlinsen. Geprüfte Qualität ist letztendlich der sicherste Weg zu einem neuen Look ohne Gesundheitsrisiko. Deine Augen werden dir diese Entscheidung danken.

Fazit: Sind farbige Kontaktlinsen gefährlich oder sicher?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass farbige Kontaktlinsen durchaus eine attraktive Option zur Veränderung deines Erscheinungsbildes darstellen. Allerdings solltest du die damit verbundenen Risiken niemals unterschätzen. Tatsächlich können unsachgemäß verwendete Kontaktlinsen schwerwiegende Augenprobleme wie Keratitis verursachen, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen können.

Daher ist es unbedingt notwendig, deine Kontaktlinsen nur bei zertifizierten Händlern zu kaufen und auf anerkannte Qualitätssiegel wie CE- oder FDA-Kennzeichnungen zu achten. Billige Produkte ohne diese Zertifizierung gefährden deine Augengesundheit erheblich und sollten unter allen Umständen vermieden werden.

Die korrekte Pflege deiner Linsen spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Halte dich strikt an die empfohlenen Reinigungs- und Aufbewahrungsroutinen, verwende ausschließlich spezielle Pflegelösungen und beachte die vorgegebenen Tragezeiten. Besonders wichtig ist zudem die richtige Reihenfolge beim Schminken – erst die Linsen einsetzen, dann das Make-up auftragen.

Obwohl farbige Kontaktlinsen in Deutschland frei verkäuflich sind, solltest du vor dem ersten Kauf unbedingt einen Augenarzt oder Optiker aufsuchen. Diese Fachleute können deine Augen vermessen, die passenden Linsen empfehlen und dich über die richtige Handhabung informieren.

Deine Augengesundheit steht an erster Stelle – sie ist weitaus wichtiger als ein kurzfristiger modischer Effekt. Mit der richtigen Vorsicht und Pflege kannst du jedoch sowohl von den kosmetischen Vorteilen farbiger Kontaktlinsen profitieren als auch deine Augengesundheit langfristig schützen. Letztendlich ist der sichere Umgang mit Kontaktlinsen eine Frage der Verantwortung, die du dir selbst und deinen Augen gegenüber trägst.

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